Emotionaler und bedrückender Prozess am Dienstag am Landesgericht St. Pölten: Ein Alkolenker (21) musste sich für den Tod seines besten Freundes, ein beliebter Feuerwehrmann, verantworten.
Am 11. März hatte das Duo im Mostviertel gemeinsam einen Kasten bei einem Baumarkt geholt, fuhr dann in ein Pub. Ins nächste Lokal fuhr der Floriani.
Von dort sollten die zwei Freunde eigentlich vom Vater des Feuerwehrmannes abgeholt werden. Dazu kam es nicht: Der 21-jährige Führerscheinneuling setzte sich mit 2,13 Promille ans Steuer, der 19-Jährige unangeschnallt daneben.
Der Alko-Lenker geriet mit seinem VW Golf aufs Bankett, der Wagen überschlug sich vier Mal, der Floriani wurde aus dem Auto geschleudert und starb, der Lenker erlitt leichte Blessuren - alles dazu hier.
Noch auf der Polizei hatte der Unglückslenker von einem Hasen gesprochen, beim Prozess berief er sich auf ein entgegenkommendes Auto. "Ich war ja nur leicht verletzt, als ich auf den Beifahrersitz schaute, war dieser leer", so der Angeklagte über die schrecklichen Momente. Der 21-Jährige war sichtlich geknickt: „Es tut mir so leid, er war mein bester Freund, mein Leben hat sich völlig verändert. Ich würde sofort mit ihm tauschen.“
Das Urteil (nicht rechtskräftig) wegen grob fahrlässiger Tötung: Acht Monate bedingt, 7.200 € Geldstrafe und Psychotherapie. Nachsatz des Richters: "Wären Sie über 21 Jahre alt, wären Sie im Gefängnis gelandet."