Ein Einsatz in Proleb im Bezirk Leoben endete am Freitagmorgen mit mehreren abgenommenen Tieren. Gegen 9 Uhr wurde einem 86-Jährigen ein illegal gehaltener Rotfuchs weggenommen.
An der Amtshandlung beteiligt waren ein umweltkundiges Organ der Polizei, ein Amtstierarzt, eine Vertreterin der Bezirkshauptmannschaft Leoben sowie eine Tierpflegerin.
Im Haus des Mannes bot sich den Einsatzkräften ein bedenkliches Bild. Festgestellt wurde ein "verwahrloster und durch Tierkot und Unrat verschmutzter Zustand des Hauses". Außerdem wurden mehrere Lebendtierfallen vorgefunden.
Aufgrund dieser Haltungsbedingungen wurden in weiterer Folge auch vier Katzen abgenommen. Bei der Amtshandlung wurden weder Menschen noch Tiere verletzt.
Der 86-Jährige ist laut vorliegendem Bericht amtsbekannt. Er wird wegen des Verdachts der Tierquälerei angezeigt. Zusätzlich erfolgt eine Anzeige wegen des Verdachts der Wiederbetätigung: Im Haus soll ein Bild mit "eindeutigem nationalsozialistischem Bezug" aufgehängt gewesen sein.
Gegen den Mann bestehen außerdem ein aufrechtes Wildtierhalteverbot sowie ein Waffenverbot. Weitere Details zu den Ermittlungen wurden nicht genannt.