Eine verschlossene Transportbox, Dunkelheit und eine verzweifelte Katze: Mitarbeiter der Arche Noah in Graz machten am Freitagabend eine traurige Entdeckung. Das völlig verängstigte Tier war offenbar einfach vor dem Tierheim zurückgelassen worden – nun hoffen die Tierschützer auf Hinweise.
Gegen 22 Uhr bemerkte eine Mitarbeiterin der Arche Noah am Neufeldweg eine Katzenbox, die direkt neben dem Hundeauslauf und nur wenige Meter von der Straße entfernt stand. Als sie nachsah, fand sie darin eine erwachsene Katze, die vor Angst regelrecht erstarrt war.
Gemeinsam mit einem Kollegen brachte sie das Tier sofort in Sicherheit. Äußerlich blieb die Katze zwar unverletzt, doch ihr seelischer Zustand sprach Bände: Im Tierheim suchte sie nur noch Schutz, verkroch sich in ihrer Box und miaute ununterbrochen.
Durch eine große Baustelle im Tierheim Arche Noah sucht man "Ferienplätze" für besondere Schützlinge:
Die Samtpfote wurde zunächst mit Futter und frischem Wasser versorgt und in einem ruhigen Bereich untergebracht. Einen Mikrochip trägt sie allerdings nicht, auch eine Registrierung gibt es nicht. Wer sie ist und woher sie stammt, bleibt deshalb vorerst ein Rätsel. Für die Mitarbeiter der Arche Noah ist der Fall besonders bedrückend. Die Transportbox wurde an einer Stelle abgestellt, an der regelmäßig Autos vorbeifahren. Hätte sich die Katze selbst befreien können, wäre sie unmittelbar in Gefahr geraten.
Besonders unverständlich ist für die Tierschützer, dass die Katze ausgerechnet vor einem Tierheim heimlich zurückgelassen wurde. Eine offizielle Abgabe wäre grundsätzlich möglich gewesen. Ob das Tier durch die Urlaubszeit ausgesetzt wurde oder andere Gründe dahinterstecken, ist derzeit völlig offen, weshalb die Mitarbeiter der Arche Noah nun auf die Unterstützung der Bevölkerung und Hinweise bitten.
Wenn auch du den aktiven Tierschutz der Steiermark unterstützen möchtest, kannst du dies über die offizielle Website der Arche Noah HIER gerne tun. Danke.
Wer die Katze erkennt oder weiß, wo sie bisher gelebt hat beziehungsweise wem sie gehört, wird gebeten, sich bei der Arche Noah zu melden. Für die verängstigte Samtpfote zählt jetzt vor allem eines: Ruhe, Sicherheit – und vielleicht die Chance, ihr bisheriges Zuhause oder zumindest eine liebevolle Zukunft zu finden.