Während viele Jugendliche in den Sommerferien ausschlafen oder am Smartphone hängen, entschieden sich 16 tierbegeisterte Mädchen und Burschen für ein ganz anderes Abenteuer: Sie tauschten das Handy gegen die Heugabel und pflegten diverse Haus- und Wildtiere am Assisi-Hof in Stockerau.
Die 12- bis 15-Jährigen packten dort an, wo Hilfe täglich gebraucht wird. Ob Esel, Schafe, Katzen oder Igel – die geretteten Tiere am Assisi-Hof wurden gefüttert, versorgt und liebevoll betreut. Dazu gehörte aber auch weniger glamouröse Arbeit: Ställe ausmisten, Gehege reinigen und bei der täglichen Pflege mithelfen.
Schnell wurde den jungen Tierfreunden klar, dass Tierschutz weit mehr bedeutet als Tiere nur süß zu finden. Hinter jedem geretteten Schützling stecken Verantwortung, Geduld und viel Einsatz.
Nicht nur Vierbeiner profitierten vom Engagement der Jugendlichen. Gemeinsam griffen sie zu Hammer und Säge und bauten saisonale Wildtierunterkünfte. Dabei waren Teamgeist und handwerkliches Geschick gefragt – und ganz nebenbei entstanden wertvolle Rückzugsorte für heimische Wildtiere.
Ein besonderer Höhepunkt wartete bei einem Ausflug an die Veterinärmedizinische Universität Wien. Dort durften die Nachwuchs-Tierschützer hinter die Kulissen blicken und erleben, wie Tierärztinnen und Tierärzte verletzten Tieren helfen. Auch eine Exkursion in die Donau-Auen rund um Stockerau stand auf dem Programm. Dabei erfuhren die Jugendlichen viel über heimische Wildtiere und deren Lebensräume.
„Das Camp Tierschutz am Assisi-Hof ist ein zentraler Baustein unserer Bildungsarbeit. Wir möchten jungen Menschen praxisnah zeigen, wie artgerechter Tierschutz funktioniert. Jugendliche lernen Verantwortung und Respekt, damit sie dieses Wissen weitergeben und die Welt für Tiere lebenswerter machen“Alfons HargassnerÖsterreichischer Tierschutzverein
Nach einer intensiven Woche voller Tierbegegnungen, spannender Ausflüge und vieler neuer Erfahrungen durften sich alle Teilnehmer über ein besonderes Andenken freuen: das Zertifikat zum offiziellen "Tierschutz-Champ". Mit jeder Menge Wissen, neuen Freundschaften und unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck kehrten die Jugendlichen nach Hause zurück – und vielleicht auch mit dem festen Vorsatz, sich künftig noch stärker für Tiere einzusetzen.