Bewohner empört

Stockerau: Wirbel um Umbau von Brunnen-Mahnmal

Der Brunnen "Scharze Schafe" soll abgerissen werden, so ein besorgter Leser. Laut der Stadt werde der Platz nur neu gestaltet und "klimafit".
Erich Wessely
15.07.2026, 05:30
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Stockerau wurde "als 'Stadtverschönerung' etikettiert, ein wahrer Stumpfsinn beschlossen", wandte sich ein empörter Leser an "Heute".

"Das Mahnmal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird aus der Stockerauer Geschichte gelöscht, der Brunnen 'Schwarze Schafe' soll abgerissen werden." Dabei sei das Mahnmal eine künstlerische Anlehnung an das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin in Deutschland.

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"Klimafitter Ort der Begegnung"

Seitens der Stadt heißt es gegenüber "Heute", dass der Kleine Marktplatz, auf dem sich der Brunnen befindet, komplett umgestaltet wird, "in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes NÖ und dem Künstler, der einst den Brunnen errichtet hat". Man wolle einen klimafitten Ort der Begegnung mit Schatten und Grün schaffen.

Weiter heißt es: "Der Künstler hat daher den Platz umgestaltet, der natürlich auch weiterhin ein Ort sein kann und soll, an dem ein Auseinandersetzen mit der Geschichte, Verarbeitung und Reflexion passieren kann." Man komme mit der Neugestaltung den "vielfachen Wünschen der Bevölkerung nach".

Der verärgerte Stockerauer zeigte sich zudem enttäuscht, dass ausgerechnet die Grünen den Antrag in der Gemeinderatssitzung eingebracht hätten.

Auf "Heute"-Anfrage heißt es seitens der Grünen Stockerau, dass das nicht stimme: "Die Entscheidung über den Umgang mit dem Brunnen 'Schwarze Schafe' erfolgte nicht durch die Grünen Stockerau. Wir brachten auch keinen Antrag dazu im Gemeinderat ein. Vielmehr entstand die Planung der Neugestaltung des Platzes durch die Zusammenarbeit des Künstlers, der Quartiersentwicklungsgruppe und der Stadtgemeinde."

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