Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Stadtgemeinde Stockerau ein neues Spital bekommt. Eine eigens eingesetzte Standortfindungskommission einigte sich auf den Bereich der Alten Au als Standort für das neue Landesklinikum Weinviertel Süd-West.
Der Bau werde zehn bis 15 Jahre dauern, das neue Schwerpunktklinikum in Stockerau soll dann die bisherigen Kliniken Hollabrunn, Korneuburg und Stockerau ersetzen. Das Leistungsangebot im zweiten Weinviertler Schwerpunktklinikum Mistelbach soll erhalten bleiben ("Heute" berichtete).
Hollabrunn, das bei der Spitalswahl leer ausging, erhält einen Gesundheits- und Pflegecampus mit 288 Betten. Korneuburg bekommt einen Ausbildungscampus, dafür wird die bestehende Klinik adaptiert. Insgesamt wurden 14 Grundstücke für das neue Spital unter die Lupe genommen.
In Stockerau, der größten Stadt im Weinviertel, ist der Jubel freilich groß. Im "Heute"-Gespräch sagte Bürgermeisterin Andrea Völkl: "Ich bin sehr glücklich. Das gibt uns eine neue Perspektive, es herrscht Aufbruchstimmung."
Es sei wichtig, dass Menschen öffentlich zu ihrem Arbeitsplatz kommen, der Standort Alte Au sei wegen der Bahnhofsnähe fußläufig erreichbar: "Ich dachte eigentlich, dass eine andere Fläche zum Zug kommt", so Völkl. Seitens der Stadtgemeinde waren nämlich mehrere Grundstücke eingereicht worden.
Nun also der Standort Alte Au. Hier ist auch das Sportzentrum untergebracht. Insgesamt umfasst das der Standortfindungskommission eingereichte Areal acht Hektar.
"Vor uns liegt viel Arbeit", sagt die Bürgermeisterin, auch mit den Sportvereinen wird es Gespräche geben. Die 40 Jahre alte Sporthalle sei in die Jahre gekommen, auch die Technik sei veraltet. Für die Vereine soll es jedenfalls ebenfalls neue Möglichkeiten geben.