Bezirksüberblick Wien Wahl

Politik verärgert – Große Parkplatznnot in Wieden

In Wieden leben rund 33.155 Menschen, bei der letzten Wahl lag die SPÖ vorne. Vor der kommenden Wahl setzen die Parteien verschiedene Schwerpunkte.
Wien Heute
07.04.2025, 15:16
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33.155 Einwohner hat Wien Wieden – die Fläche des Bezirks beträgt 1,8 Quadratkilometer. Bei der vergangenen Wien Wahl im Jahr 2020 lag die SPÖ weit vorne, 33,23 Prozent erreichten die Roten hier. Den zweiten Platz belegten die Grünen, darauf folgte die ÖVP. Den vierten Platz belegen die NEOS, mit 8,63 Prozent landet die FPÖ auf Platz fünf.

Verkehrsberuhigung und Zusammenhalt – das fordert die SPÖ

Spitzenkandidatin der SPÖ Wieden ist Lea Halbwidl, sie ist seit 2018 Bezirksvorsteherin. Besonders setzt sie sich für mehr Grünoasen im Bezirk und flächendeckende Betreuungsangebote in Kindergärten und Pflichtschulen ein. Folgende Herausforderungen sieht sie im Bezirk:

SPÖ Spitzenkandidatin in Wien Wieden ist Lea Halbwindl.
Daniel Novotny

➤Ausbau der sozialen Infrastruktur für Kinder, Familien und Senioren: Hier plant die SPÖ die Umsetzung von zwei Gratis-Ganztagsschulen im Bezirk, auch soll eine Erweiterung der Nachmittagsbetreuung an der Volksschule am St. Elisabeth-Platz starten.

➤Verkehrsberuhigung und mehr Bäume: Fast 250 Grünbeete mit Bäumen und Hochsträuchern wurden in den letzten 5 Jahren gepflanzt. Diesen Weg möchte die SPÖ weiter gehen.

➤Zusammenhalt im Grätzl weiter stärken: Die Erweiterung des Eltern-Baby-Cafés und des Seniorenklubs im Park sind hierfür Projekte. Auch die Wochenmärkte mit regionalen Lebensmitteln sollen ausgebaut werden.

Radhighways und Sicherheit – das fordert die ÖVP

Johannes Pasquali kandidiert für die ÖVP Wieden als Spitzenkandidat. Folgende Dinge möchte er in seinem Bezirk verbessern.

Johannes Pasquali ist ÖVP-Spitzenkandidat in Wien Wieden.
ÖVP Wien

Radhighways: Die ÖVP bemängelt, dass die Radhighways auf der Argentinierstraße und der Wiedner Hauptstraße zu Verkehrsproblemen und Parkplatzverlust führen. Gefordert wird Vorrang für die Bewohner, auch auf sie soll Rücksicht genommen werden.

Sicherheit: Auch am unsicheren Gefühl am Südtirolerplatz und am Karlsplatz stört sich die ÖVP. Aufgrund der Übergriffe an diesem Orten fordert die ÖVP hier Videoüberwachung

Leerstand und Verkehr – das fordern die Grünen

Spitzenkandidat Pascal Riepl, 42, wohnt seit 17 Jahren auf der Wieden. Als Immobilienverwalter kennt er die Probleme von Mietern und die "Fehlentwicklungen des Wohnungsmarktes" aus erster Hand. Dagegen möchte er vorgehen. Wichtig ist Riepl eine Politik ohne Korruption.

Pascal Riepl ist Spitzenkandidat für die Grünen Wieden.
Karo Pernegger

➤Durchzugsverkehr: Ein großes Problem für die Grünen Wieden stellt der Durchzugsverkehr dar. Besonders mit Rasern gäbe es ein Problem. Eine Sorge hierbei ist, dass die Kinder nicht mehr sicher zur Schule kommen würden. Als Lösung schlagen die Grünen folgendes vor: Die Operngasse benötige eine Umgestaltung mit weniger Fahrspuren, einem sicheren Radweg, breiten Gehsteig und mehr Grün.

➤Beton: Gegen die Hitze im Bezirk fordern die Grünen mehr Bäume und blühende Beete in den Gassen. Auch die Einkaufsstraßen sollen belebt werden. Es solle breitere Gehsteige und unterschiedliche Geschäfte auf der Wieden geben. Alles, was man zum Leben braucht und Freude bereitet, soll zu Fuß, per Rad oder mit den Öffis erreichbar sein.

➤Mieten: Teure Mieten würden immer mehr Familien und Studierende aus dem Bezirk verdrängen. Mitten auf der Wieden stünden Altbauten leer, die durch Kurzzeitvermietung vermietet werden. Die Lösung der Grünen: Eine Leerstandsabgabe und Maßnahmen gegen illegale Kurzzeitvermietungen könnten Abhilfe schaffen.

Verkehr und öffentlicher Raum – das fordert die FPÖ

Für die FPÖ tritt Clemens Gudenus als Spitzenkandidat an. In seinem Bezirk nimmt er vor allem folgende drei Probleme als besonders dringlich wahr:

Clemens Gudenus tritt als Spitzenkandidat für die FPÖ Wieden an.
FPÖ Wien

➤Verkehr: Im Bereich des Verkehrs fordert die FPÖ einen Stopp der "Vernichtung von Parkplätzen", als Beispiel nennen sie hier die Argentinierstraße oder Wiedner Hauptstraße. Auch die Ampelschaltung solle verbessert werden, um den Verkehr flüssiger zu gestalten. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, wünscht sich die FPÖ außerdem eine Entschleunigung des Radverkehrs.

Sicherheit: Für eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls im Bezirk solle es zu einer Eindämmung des Drogenzentrums in der 1050 API Wiedner Hauptstraße kommen, auch verstärkte Polizeipräsenz an kritischen Punkten wird gefordert.

➤ Maßnahmen für den öffentlichen Raum: Auch der Erhalt der Einkaufsstraßen findet sich auf dem Plan der FPÖ. Das solle durch genügend Parkplätze geschehen. Für die allgemeine Verbesserung des Erscheinungsbildes setzt sich die FPÖ für Begrünung an (Vor-)Plätzen, die Optimierung von Leerungsintervallen für Müllcontainer und die Neugestaltung der Hundezone am Karlsplatz ein.

Leerstand und Hundeauslauf – das fordern die NEOS

Spitzenkandidat Johannes Sablatnig ist 25 Jahre alt und NEOS-Bezirkssprecher auf der Wieden. Seine politische Karriere begann in Niederösterreich, wo er bei der Landtagswahl 2018 als jüngster Kandidat aller Parteien antrat. Unter anderem war er Listensprecher für die JUNOS auf der ÖH-Bundesvertretung. Seit Dezember 2023 ist er erster NEOS Bezirkssprecher auf der Wieden. Davor gab es die Funktion nicht. Besonders in Sachen Hundeauslaufzonen sieht er Nachholbedarf.

Johannes Sablatnig ist Spitzenkandidat der NEOS Wieden.
NEOS Wien

➤Leerstand: Speziell nennen die NEOS die Wiedner Hauptstraße als Beispiel für von Leerstand betroffene Grätzl. Mit Maßnahmen wie Kurzzeitvermietungen für beispielsweise Pop-Up-stores sollen Betriebe im Bezirk angesiedelt werden. Auch das allgemeine Sicherheitsgefühl solle so gesteigert werden.

➤Karlsplatz: Durch die neue Fahrradstraße Argentinierstraße fahren immer mehr Radfahrer von der Karlskirche Richtung TU und umgekehrt. Hier entstünden oft gefährliche Situationen. In Zukunft möchten die NEOS nach einer Umfahrung für den Karlsplatz suchen.

➤Hundezonen: Die NEOS bekritteln, dass es in Wieden zu wenige Auslaufflächen für Hunde gibt. Auf jeden Hund kämen laut ihren Zahlen bloß 1.3 Quadratmeter Auslauffläche. Deswegen setzen sie sich für eine zusätzliche Hundezone im Alois Drasche Park ein.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.04.2025, 09:41, 07.04.2025, 15:16
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