Immer größer wird das Problem auch hoch oben auf den Bergen. Hüttenwirte berichten von Gästen, die Schlafplätze reservieren, dann aber nicht auftauchen. Die Wirte verlieren Umsatz, andere Wanderer haben dadurch weniger Chancen auf Schlafplätze. Der steirische Alpenverein will künftig hart dagegen vorgehen.
Das Problem: Offenbar werden immer wieder gleich mehrere Unterkünfte gebucht, ohne nicht benötigte Reservierungen rechtzeitig abzusagen. "Das ist natürlich mit Nachteilen für den Pächter und auch für andere Gäste verbunden", sagt Norbert Hafner vom Alpenverein dem ORF.
Gemeinsam mit dem Deutschen und dem Südtiroler Alpenverein wird deshalb an einem neuen Stornosystem gearbeitet. "Es ist vorgesehen, dass wir ab 1. Jänner 2027 verbindliche Stornoregelungen haben", sagt Hafner.
Also: Wer künftig reserviert, aber nicht erscheint, wird trotzdem zur Kasse gebeten, so der ORF. Die Naturfreunde verzichten vorerst auf Stornogebühren.
Unterdessen macht die Hitze den Hütten weiter zu schaffen. Trotz Wasserknappheit läuft der Almsommer in der Steiermark aber ohne größere Einschränkungen. Auf der Hochanger-Hütte wird etwa Wasser von der Feuerwehr geliefert.
Um Wasser zu sparen, wird etwa das Duschen eingeschränkt. Langfristig könnten an manchen Standorten auch Trocken-WCs notwendig werden.
In der Steiermark gibt es rund 90 Almhütten. 24 davon werden von den Naturfreunden und mehr als 50 vom Alpenverein betrieben.