Kann ein einzelner Tag etwas über die kommenden Monate verraten? Genau davon geht eine alte Bauernregel aus, die sich um den 15. Juni dreht. Der Namenstag des heiligen Veit zählt im Volksglauben zu den sogenannten Lostagen, denen eine besondere Bedeutung für Wetter und Ernte zugeschrieben wird.
Besonders bekannt ist dabei ein einfacher Reim: "Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt’s gewiss ein gutes Jahr."
Ursprünglich bezog sich die Vorhersage vor allem auf die Landwirtschaft. Ein sonniger und freundlicher Tag Mitte Juni galt als Hinweis auf stabile Wetterverhältnisse und eine erfolgreiche Ernte. Für Bauern waren solche Beobachtungen über Generationen hinweg wichtige Orientierungshilfen.
Rund um den Veitstag entstanden zahlreiche weitere Wetterregeln. Sie sollten Auskunft darüber geben, wie sich Sommer, Herbst oder die Ernte entwickeln könnten. Wissenschaftlich belegt sind diese Vorhersagen allerdings nicht.
Dennoch richtet sich jedes Jahr aufs Neue der Blick vieler Menschen auf das Wetter am 15. Juni. Zeigt sich der Himmel freundlich und wolkenarm, erfüllt das zumindest die Voraussetzungen für die wohl bekannteste Sankt-Veit-Regel.
Der Montag, 15. Juni, startet schon mit einigen Wolken, meist ist es aber trocken. Am Vormittag lockert es kurz auf, ehe sich am Nachmittag, besonders am Alpenrand, einzelne gewittrige Regenschauer bilden. Sonst bleibt es meist trocken. Der West- bis Nordwestwind weht mäßig bis lebhaft und mit Höchsttemperaturen zwischen 17 und 24 Grad bleibt es weiterhin kühl für die Jahreszeit.