Am Samstag startet die U17 WM in Dubai

Österreichs U17-Fußball-Teamspieler fiebern ihrem ersten Auftritt auf der WM-Bühne entgegen. Nach einem einwöchigen Trainingslager in Abu Dhabi holen sich die Schützlinge von Chefcoach Hermann Stadler seit Dienstag in Dubai den letzten Schliff für die Gruppe-E-Auftaktpartie am Samstag gegen Kanada im Sheikh Rashid Stadium. Das soll nur der erste von vielen Auftritten auf der "großen Bühne" werden, die die Spieler auch für Eigenwerbung nutzen wollen.

Österreichs U17-Fußball-Teamspieler fiebern ihrem ersten Auftritt auf der WM-Bühne entgegen. Nach einem einwöchigen Trainingslager in Abu Dhabi holen sich die Schützlinge von Chefcoach Hermann Stadler seit Dienstag in Dubai den letzten Schliff für die Gruppe-E-Auftaktpartie am Samstag gegen Kanada im Sheikh Rashid Stadium. Das soll nur der erste von vielen Auftritten auf der "großen Bühne" werden, die die Spieler auch für Eigenwerbung nutzen wollen.

Der Großteil des ÖFB-Kaders war auch schon bei der EM in der Slowakei dabei, wo im Mai Gruppenrang drei hinter der Slowakei und Schweden sowie vor der Schweiz für die Qualifikation für die WM reichte. "Ich glaube schon, dass uns die Erfahrung von der EM hilft. Vergleichen mit der WM kann man es aber nur ein bisschen, die WM ist schon was Größeres", sagte Co-Kapitän Michael Lercher vor den Gruppenspielen gegen Kanada, Argentinien (22. Oktober) und den Iran (25. Oktober).

Der Außenverteidiger von Werder Bremen ist neben Stürmer Adrian Grbic (VfB Stuttgart) und Goalie Lucas Bundschuh (SC Freiburg) einer von drei Legionären im Kader der ÖFB-Auswahl. "Es ist eine große Bühne für uns alle", ist sich Lercher bewusst. Das weiß auch Grbic. "In Dubai ist alles eine Klasse höher als in der Slowakei. Es kommen extrem viele Scouts aus der ganzen Welt, wichtig ist da, dass wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können", betonte der Stuttgart-Stürmer, der in Deutschland gelernt hat mit Druck umzugehen.

"Die WM ist besser als die Champions League"

Die restlichen 18 Kaderspieler werden aktuell in Österreich ausgebildet, der bekannteste ist Valentino Lazaro. "Es sollte nicht hemmen, wenn man sich vor Scouts aus der ganzen Welt präsentieren kann, das sollte Spaß machen", sagte Salzburgs Mittelfeldspieler, der rechtzeitig für das Turnier fit wurde. Der 17-Jährige ist einer von sechs Salzburg-Kickern im Aufgebot. Die Austria, die diese Saison auch in der Youth Champions League (U19) Erfahrungen sammeln darf, folgt gleich dahinter mit fünf Spielern. "Man kann es nicht vergleichen, die WM ist viel besser als die Champions League", sprach Sascha Horvath Klartext.

Deshalb ist es auch zu verkraften, dass das Austria-Quintett wegen der WM das dritte YCL-Gruppenspiel zu Hause gegen Atletico Madrid am 22. Oktober fix und bei einem Halbfinaleinzug auch das "Rückspiel" am 6. November in Spanien verpasst. "Wir spielen am selben Tag, an dem wir gegen Atletico gespielt hätten, gegen Argentinien. Das ist schon höher einzuschätzen", erklärte Horvath. Er kam genauso wie Petar Gluhakovic, Michael Endlicher und Nikola Zivotic bei den bisherigen Siegen gegen den FC Porto (3:0) und Zenit St. Petersburg (3:0) zum Einsatz, Marko Kvasina saß beide Male auf der Bank.

U17-WM als Sprungbrett

Neben den 21 Österreichern haben auch die restlichen 483 Spieler bei dem Turnier die Möglichkeit, sich auch international in den Vordergrund zu spielen. Dass die U17-WM eine tolle Bühne sein kann, wissen sehr viele aktuelle oder ehemalige Topspieler aus eigener Erfahrung. So haben etwa der Brasilianer Ronaldinho und sein Landsmann Neymar, die Italiener Alessandro del Piero und Francesco Totti, die Spanier Iker Casillas und Cesc Fabregas oder auch der Deutsche Toni Kroos an diesem Turnier teilgenommen.

Österreich war bisher nur bei der Auflage 1997 in Ägypten unter Trainer Paul Gludovatz vertreten. Vom damaligen 18-Mann-Kader, der ohne Punktgewinn ausschied, schafften nur der mittlerweile zurückgetretene Paul Scharner und Mönchengladbachs Innenverteidiger Martin Stranzl auch international den Durchbruch.

(APA/red)

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