Amazon hat seine Bezahloptionen angepasst und setzt künftig auf das neue System Wero.
Im Kundenservicebereich und im deutschen Amazon-Shop heißt es inzwischen „Bezahlen mit Ideal/Wero“. Damit bereitet der Online-Riese eine schrittweise Umstellung vor.
Für Kundinnen und Kunden ändert sich vorerst wenig: Sie können weiterhin wie gewohnt über ihre Banking-App bezahlen, eine neue Anmeldung oder Aktivierung ist nicht erforderlich.
Ideal wird nach und nach in Wero integriert, während der Übergangsphase tauchen beide Namen nebeneinander auf. Bis Ende 2027 soll die Umstellung abgeschlossen sein.
Wie t-online berichtet, steckt hinter der Einführung von Wero ein großes europäisches Projekt. Ziel ist es, einen gemeinsamen Standard für digitale Zahlungen zu schaffen und das grenzüberschreitende Bezahlen zu erleichtern.
Händler sollen so Kundinnen und Kunden in mehreren Ländern über eine einheitliche Zahlungsart erreichen.
Wero versteht sich als europäische Antwort auf US-Dienste wie PayPal, Apple Pay oder Visa. Das Bezahlsystem wird von europäischen Banken und Finanzinstituten getragen und soll für mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Anbietern sorgen. Doch es lauern auch Gefahren, wie der Blog "Netzpolitik" berichtet – siehe Posting.
Neben Amazon nutzen bereits Unternehmen wie Lidl und Decathlon Wero als Zahlungsoption. Auch Check24 testet derzeit eine Anbindung, ein Starttermin steht aber noch nicht fest. Die Integration bei Amazon bringt dem neuen Bezahldienst zusätzliche Sichtbarkeit.
Wero ist ein Zahlungsdienst der European Payments Initiative (EPI) und startete im Juli 2024. Der Dienst wird von 18 europäischen Banken unterstützt und erreicht laut EPI mehr als 57 Millionen Nutzer in Europa.
Derzeit ist Wero in Deutschland, Belgien und Frankreich verfügbar. In Österreich haben sich die Erste Bank sowie die Raiffeisen Bankengruppe (die Raiffeisen Bank International, die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Raiffeisen-Bank Steiermark) angekündigt, Wero in Österreich einzuführen.
Zahlungen und Überweisungen laufen direkt über das gewohnte Online-Banking oder die Banking-App und werden in Echtzeit ausgeführt. Für Geldtransfers zwischen Privatpersonen genügt eine Mobilnummer statt einer IBAN.