Bereits am 12. August

Neue EU-Regeln – das ändert sich für dich im Supermarkt

Ab 12. August gelten in der EU neue Vorschriften für Verpackungen. Für Kunden ändert sich einiges – sichtbar wird das aber erst nach und nach.
Digital  Heute
07.08.2026, 20:30
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Wer in den kommenden Tagen einkaufen geht, wird die Veränderungen vermutlich nicht sofort bemerken. Trotzdem tritt am 12. August eine neue EU-Verordnung in Kraft, die Verpackungen in Supermärkten und im Handel Schritt für Schritt verändern soll. Ziel ist es, Verpackungsmüll zu reduzieren, das Recycling zu verbessern und schädliche Stoffe aus dem Alltag zu verbannen.

Betroffen sind praktisch alle Verpackungen, die Verbraucher täglich in den Händen halten – vom Joghurtbecher über Käse- und Wurstverpackungen bis hin zu Obstschalen oder Versandkartons. Hersteller müssen künftig deutlich genauer nachweisen, dass Größe und Gewicht einer Verpackung tatsächlich notwendig sind, berichtet "Techbook".

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Vor allem sogenannte Mogelpackungen geraten damit stärker ins Visier. Verpackungen sollen künftig möglichst wenig Leerraum enthalten und dürfen den Eindruck eines größeren Inhalts nicht künstlich vermitteln. Auch überdimensionierte Versandkartons sollen langfristig der Vergangenheit angehören.

Umstellung im Supermarkt

Eine sofortige Umstellung im Supermarkt ist allerdings nicht zu erwarten. Die neuen Vorgaben gelten zunächst für Hersteller und Verpackungsunternehmen. Bis sich neue Verpackungen flächendeckend in den Regalen finden, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Auch bei Lebensmittelverpackungen verschärft die EU die Regeln. Bestimmte PFAS-Chemikalien, die wegen ihrer extrem langen Haltbarkeit auch als "Ewigkeitschemikalien" bekannt sind, werden künftig strenger reguliert. Sie wurden bisher unter anderem eingesetzt, um Verpackungen fett- oder wasserabweisend zu machen, etwa bei Fast-Food-Produkten.

Für Kunden wird dieser Schritt zunächst kaum sichtbar sein. Hersteller müssen jedoch ihre Verpackungen überprüfen und gegebenenfalls auf andere Materialien oder Beschichtungen umsteigen.

Fleisch, Käse oder Obst

Ein weiterer Schwerpunkt der Verordnung ist das Recycling. Verpackungen sollen künftig einfacher wiederverwertet werden können und verstärkt aus recycelten Rohstoffen bestehen. Besonders Kunststoffverpackungen für Fleisch, Käse oder Obst könnten künftig häufiger aus wiederaufbereitetem Material hergestellt werden.

An den Mülltrennungsregeln ändert sich vorerst nichts. Auch die bekannten Recycling-Symbole bleiben bestehen. Neue europaweite Kennzeichnungen und Piktogramme sollen erst in den kommenden Jahren eingeführt werden.

Für Verbraucher bedeutet das: Ab 12. August bleibt der Einkauf zunächst nahezu unverändert. Die Weichen für weniger Verpackungsmüll, mehr Recycling und schadstoffärmere Verpackungen sind jedoch gestellt – sichtbar werden die Veränderungen erst nach und nach in den Supermarktregalen.

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