EU-Verordnung ab August

ORF führt jetzt völlig neue KI-Regeln ein

Der ORF verschärft die Kennzeichnung von KI-Inhalten, um Zuschauern mehr Klarheit zu verschaffen - Anstoß ist eine neue Verordnung der EU.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 14:11
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KI-generierte Inhalte fluten Medien und Berichterstattung - davon ist auch der ORF betroffen. In einer OTS-Aussendung heißt es, man beschäftige sich schon seit Jahren intensiv mit den Möglichkeiten und Risiken rund um Künstliche Intelligenz (KI). Im Zuge einer neuen EU-Verordnung sollen die Regeln jetzt aber verschärft werden.

Schon im Vorjahr hat der ORF eigene Richtlinien für den Umgang mit KI in seinen Sendungen und bei der Herstellung öffentlich-rechtlicher Programme ausgearbeitet. Auch erste Regeln und Standards zur Kennzeichnung von KI-Inhalten wurden dabei eingeführt. Ein eigenes ORF-KI-Board passt diese Richtlinien laufend an.

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Neue EU-Verordnung

Ab 2. August 2026 gelten in Österreich die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten der neuen KI-Verordnung der EU - dem sogenannten "AI-Act". Deshalb arbeitet der ORF sein Regelwerk jetzt weiter aus. Inhalte, die mit KI erzeugt oder bearbeitet wurden, sollen im ORF künftig eindeutig gekennzeichnet werden - für mehr Klarheit bei den Zuschauern.

Konkret sollen drei Arten der Kennzeichnung von KI kommen:

In kreativen, fiktionalen und unterhaltenden Sendungen sowie bei Lifestyle-Dokus gibt es einen Hinweis zu Beginn der Sendung.

Im Bereich Information, Sport und Magazin wird jeder KI-Einsatz mit einem Hinweis an der entsprechenden Stelle gekennzeichnet. Besonders streng geregelt ist der Einsatz von KI in den Nachrichtensendungen des ORF. KI-generierte Bilder oder Videos sind hier überhaupt nur dann erlaubt, wenn gerade über KI berichtet wird.

Im Audio-Bereich wird direkt in der Sendung oder im Beitrag darauf hingewiesen.

Die genauen Guidelines kannst du hier einsehen: https://der.orf.at/unternehmen/leitbild-werte/ki-guidelines/ki-guidelines-eu100.pdf

ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher betont: "Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind die wichtigsten Werte der ORF-Programme. Daher unterliegt der Einsatz von KI in allen ORF-Angeboten strengen Kriterien." Eine saubere Kennzeichnung von KI-Inhalten sorge für zusätzliche Transparenz gegenüber dem Publikum.

Auch Harald Kräuter, Vorsitzender des KI-Boards im ORF, macht klar: "Der ORF hat mit dem AiDitor (dem hauseigenen KI-Tool) bereits 2024 den Technologie- und Innovationspreis der European Broadcasting Union gewonnen. Das zeigt, wie ernst wir KI als Werkzeug für die redaktionelle Arbeit nehmen."

Ziel beim ORF sei es, KI dort einzusetzen, wo sie Programmmachern Zeit für journalistische und kreative Arbeit verschafft - gleichzeitig soll transparent offengelegt werden, wo das Publikum damit in Berührung kommt.

Das Thema Künstliche Intelligenz bleibt ein Schwerpunkt im ORF und soll vom interdisziplinären KI-Board auch weiterhin koordiniert werden. Die Kennzeichnung nach den Vorgaben des neuen "AI-Acts" der EU sieht man als nächsten Schritt an.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.07.2026, 14:11