Mehr als 30 US-Technologieunternehmen haben eine Sicherheitsallianz gegründet. Zu dem neuen Bündnis "Open Secure AI Alliance" zählen namhafte Unternehmen wie IBM, Nvidia, Microsoft und Palantir.
Hintergrund des Bündnisses ist der erste bekannt gewordene eigenständige Hackerangriff einer Künstlichen Intelligenz (KI), der Mitte Juli stattgefunden hat. Experten zeigten sich nach dem Angriff höchst alarmiert.
Wie orf.at berichtet, setzen die Unternehmen zur Lösung des Problems ebenfalls auf KI. Konkret wollen die Unternehmen frei verfügbare KI-Programme zur Abwehr von Cyberangriffen zur Verfügung stellen. Diese können dann von IT-Sicherheitsfirmen und Experten genutzt und weiterentwickelt werden.
In einer Ankündigung warnte das Bündnis die Politik außerdem vor einer stärkeren Regulierung des KI-Problems. Wie die deutsche Tagesschau berichtet, ist besonders der Hersteller von KI-Chips Nvidia daran interessiert, dass KI-Modelle nicht staatlich reguliert werden.
Beim Vorfall Mitte Juli handelte es sich um einen Test des US-Konzerns OpenAI, der auf unvorhersehbare Weise in einen echten Cyberangriff ausgeartet ist. Das KI-Modell von OpenAI machte sich selbstständig, verschaffte sich Zugang zum Internet und war nicht mehr zu kontrollieren.
Besonders besorgniserregend dürfte für die US-Konzerne auch der Umstand sein, dass der außer Kontrolle geratene Cyberangriff schließlich von einem chinesischen KI-Modell gestoppt wurde. Die USA und China befinden sich in einem erbitterten Wettstreit, was die Entwicklung von KI-Modellen angeht.