Europa greift durch

Russische Cyberangriffe – EU verhängt neue Sanktionen

Vor dem Hintergrund anhaltender russischer Cyberangriffe wurde der russische Botschafter in das deutsche Auswärtige Amt zitiert.
Newsdesk Heute
13.07.2026, 15:02
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Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, wurde am 13. Juli ins Auswärtige Amt in Berlin zitiert. Im Gespräch am Montagvormittag ging es um bösartige Cyberaktivitäten Russlands.

"Inakzeptabel"

"Seit vielen Jahren beobachten wir bösartige Cyberaktivitäten aus Russland gegen Deutschland, gegen die Mitgliedstaaten der EU, sowie auch internationale Partner", teilt eine Ministeriumssprecherin mit. Auf der Onlineplattform "X" bezeichnete das Auswärtige Amt die russischen Cyberangriffe als "inakzeptabel".

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"Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen", heißt es weiter. Im Gespräch mit dem russischen Botschafter habe die Bundesregierung ihre "Haltung noch einmal verdeutlicht".

Neue Sanktionen

Ebenfalls am Montag verhängten die EU sowie Großbritannien neue Sanktionen gegen Russland. Grund sind abermals Cyberangriffe. Wie Brüssel und London mitteilten, setzte die EU neun Einzelpersonen und vier Unternehmen auf ihre Sanktionsliste, Großbritannien 24 Menschen und Einheiten. Angaben zufolge sind darunter auch hochrangige Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

Digitale Bedrohung

Auch der russische Geheimdienst FSB steht im Mittelpunkt der Anschuldigungen. So machen die EU und Großbritannien den FSB für einen versuchten Cyberangriff auf das polnische Stromnetz verantwortlich. Weiters wurde der Geheimdienst von der EU laut der Außenamtssprecherin in Berlin "für eine über Jahre hinweg betriebene Kampagne bösartiger Cyberaktivitäten gegen Mitgliedstaaten der EU und auch inklusive Deutschlands" verantwortlich gemacht.

Nach Angaben aus Brüssel haben russische Hacker in den vergangenen Jahren Ziele in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich sowie Finnland, Rumänien, der Slowakei und Zypern angegriffen. Die russischen Geheimdienste arbeiten dabei eng mit kriminellen Gruppen und privaten Unternehmen zusammen, heißt es.

Auch Paris will "in den kommenden Tagen den russischen Botschafter einbestellen", wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ankündigte. Als Grund nannte auch er eine von Moskau gestartete "großangelegte Cyberangriffskampagne" gegen europäische Staaten, einschließlich Frankreich.

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