Knapp 400.000 Menschen folgen Noah Krieger – der eigentlich Murad Dadaev heißt – auf Instagram. Diese Follower bekamen zuletzt verstörende Videos zu sehen. Diese zeigen Krieger offenbar beim Kampf für Russland in der Ukraine. "Ich bin in der Ukraine und stehe für Russland", schrieb der Influencer.
Unter einem anderen Video kritisiert er die deutsche Politik. "Unsere falsche Politik im Land zerstört unsere deutschen Werte", wird der geborene Tschetschene, der 2013 nach Deutschland kam, von NTV zitiert. Laut Krieger sei er in der Ukraine und stehe für Russland. Dabei gehe es ihm nicht darum, wer recht hat, sondern darum, "gegen westliche Politik" zu stehen. Diese wolle die Welt zerstören.
Besonders brisant: Krieger engagiert sich als AfD-Mitglied schon länger für die Partei und fiel bereits zuvor negativ mit einem Video auf. Gemeint ist damit ein Besuch in Tschetschenien, wo er sich bei einem Schießtraining filmte. Mit dabei: ein enger Vertrauter von Putins "Bluthund" Ramsan Kadyrow. Dieser hat die Macht in Tschetschenien inne.
Des Weiteren soll Krieger einem tschetschenischen Regierungsvertreter einen Dolch mit NS-Symbolen überreicht haben. Dies dürfte wohl auch der AfD zu viel gewesen sein. Gegenüber "Correctiv" teilte die AfD Niedersachsen mit, dass gegen den Influencer ein Parteiausschlussverfahren laufe.
Eine Entscheidung solle zeitnah getroffen werden, hieß es im April. Bisher dürfte aber nichts passiert sein. Jedenfalls wenn man dem Profil von Krieger Glauben schenken möchte. In der dortigen Beschreibung steht weiterhin, dass der Hobby-Soldat AfD-Mitglied ist. Ob er sich momentan wirklich im Kriegsgebiet befindet, lässt sich nicht unabhängig prüfen.