Alarm in der Adria

Warnung an Urlauber! Giftiger Fisch breitet sich aus

Meeresbiologen schlagen Alarm: Der giftige Rotfeuerfisch wird entlang der kroatischen Adriaküste immer häufiger gesichtet.
André Wilding
06.07.2026, 13:56
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Wer heuer an der kroatischen Adria badet, taucht oder fischt, sollte genauer hinschauen. Der Rotfeuerfisch breitet sich nach Angaben von Meeresbiologen immer stärker aus und bereitet Forschern zunehmend Sorgen. Die ursprünglich im Indopazifik und im Roten Meer beheimatete Art wird entlang der kroatischen Küste immer häufiger entdeckt.

Während der Rotfeuerfisch noch vor wenigen Jahren als seltene Ausnahme galt, hat sich seine Verbreitung zuletzt deutlich beschleunigt. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Sichtungen registriert. Besonders betroffen sind derzeit die südlichen Bereiche der Adria. Experten rechnen jedoch damit, dass sich der invasive Raubfisch weiter nach Norden ausbreiten könnte.

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Kaum natürliche Feinde

Ein Grund dafür ist, dass der Rotfeuerfisch in der Adria kaum natürliche Feinde hat. Dadurch kann er sich nahezu ungehindert vermehren. Er ernährt sich von kleinen Fischen und Krebstieren und gefährdet damit heimische Arten sowie das ökologische Gleichgewicht im Meer.

Für Badegäste, Taucher und Fischer besteht zudem ein weiteres Risiko. Die auffälligen Rücken-, Bauch- und Bruststacheln des Rotfeuerfisches enthalten Gift. Eine Berührung kann schmerzhafte Verletzungen verursachen. Experten raten daher, ausreichend Abstand zu halten und gefangene Tiere nur mit entsprechender Vorsicht anzufassen.

Wissenschaftler bitten um Hilfe

Um die Ausbreitung besser dokumentieren zu können, bitten Wissenschaftler des Instituts für Ozeanografie und Fischerei nun Taucher, Segler, Fischer und Wassersportler, Sichtungen oder Fänge zu melden. Solche Beobachtungen liefern wichtige Daten, um die Entwicklung der Population besser überwachen zu können.

Der Rotfeuerfisch gelangte über den Suezkanal ins Mittelmeer. Bereits im Sommer des Vorjahres hatten italienische Wissenschaftler vor der weiteren Ausbreitung der invasiven Art gewarnt, die 2016 erstmals in Italien nachgewiesen wurde.

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