Das steckt dahinter

Amazon stampft "Prime" überraschend ein

Nach etwas mehr als einem Jahr ist Schluss: Amazon stellte seinen eigenen TV-Sender "Prime" überraschend ein. Das steckt hinter dem Aus.
Heute Life
08.08.2026, 16:24
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Das TV-Experiment von Amazon ist schneller vorbei als gedacht.

Erst im April vorigen Jahres hatte der Konzern mit Prime einen eigenen linearen Fernsehsender gestartet, nun wurde das Angebot bereits wieder eingestellt.

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Seit dem 1. August ist der Kanal Geschichte. Für Prime-Video-Kunden bedeutet das zwar nicht das Ende ihrer Inhalte, wohl aber das Aus eines ungewöhnlichen Versuchs, klassisches Fernsehen und Streaming enger miteinander zu verbinden.

Mit dem Sender wollte Amazon vor allem jene Menschen erreichen, die sich im klassischen Fernsehen wohler fühlen als in den oft riesigen Streaming-Katalogen. Statt selbst nach Filmen oder Serien suchen zu müssen, lief bei Prime rund um die Uhr ein fest zusammengestelltes Programm. Zu sehen waren ausgewählte Inhalte aus dem Prime-Video-Angebot – darunter Serien, Filme und Eigenproduktionen wie "LOL: Last One Laughing".

Auch Live-Sport mit der NFL sowie Fußball und Tennis gehörte zum Programm. Sogar in klassischen TV-Programmzeitschriften war Prime neben anderen Fernsehsendern zu finden.

Wie das Branchenportal DWDL berichtet, hat Amazon das Ende des Senders bestätigt. Seit Anfang August lässt sich Prime deshalb nicht mehr als linearer TV-Kanal aufrufen. Wer die Inhalte sehen möchte, kann dies aber weiterhin wie gewohnt über Prime Video tun. Am Streaming-Angebot selbst ändert sich also nichts.

Mit Prime wollte Amazon Streaming einfacher machen. Der Sender war direkt in den Live-Bereich von Prime Video integriert und sollte wie ein klassischer Fernsehsender funktionieren. Wer einschaltete, bekam sofort ein laufendes Programm präsentiert – ganz ohne langes Suchen oder Scrollen durch den Katalog.

Die Idee dahinter war, den Streaming-Dienst für Menschen attraktiver zu machen, die sich mit festen Fernsehprogrammen besser zurechtfinden als mit einer riesigen Auswahl an Abrufinhalten.

Unklar bleibt, wie erfolgreich der Fernsehsender tatsächlich war. Zeitweise hatte Amazon angekündigt, mittelfristig auch eine offizielle Reichweitenmessung anzustreben. Dazu kam es jedoch nie. Entsprechend gibt es bis heute keine veröffentlichten Nutzungszahlen. Wie viele Zuschauer Prime tatsächlich regelmäßig einschalteten, ist deshalb nicht bekannt.

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