Wer ein Elektroauto kaufen möchte, steht inzwischen vor einer riesigen Auswahl. Der ADAC hat deshalb seine bisherigen Autotests neu geordnet und zeigt, welche Modelle in den einzelnen Fahrzeugklassen am besten abgeschnitten haben.
Wichtig ist dabei eine Änderung im Prüfverfahren: Seit 2026 werden laut ADAC Sicherheit und Umwelt nicht mehr doppelt, sondern gleich stark wie die übrigen Bereiche gewichtet. Dadurch fallen die Bewertungen neuer Modelle tendenziell um einige Zehntel schlechter aus.
Was man deshalb laut ADAC bedenken sollte: Die Ergebnisse aus dem Jahr 2026 lassen sich daher nicht direkt mit jenen der bis Ende 2025 getesteten Fahrzeuge vergleichen.
Unter den nach dem neuen Schema getesteten E-Autos teilen sich zwei BMW-Modelle die Spitze. Sowohl der BMW iX3 50 xDrive als auch der BMW iX xDrive45 erhielten die Note 1,9. Auf dem nächsten Platz folgen drei Autos mit der Note 2,0: das Mercedes CLA Coupé 350 EQ 4MATIC, der Volvo ES90 Single Motor Extended Range Ultra, der Genesis Electrified G80 AWD.
Das beste Preis-Leistungs-Ergebnis dieser neuen Testreihe erzielte ein anderes Modell. Der Suzuki e Vitara erhielt dafür die Note 1,3, kam in der Gesamtwertung aber nur auf 2,6.
Bei den Kleinstwagen führt der Fiat 500e mit der Note 2,4. Dahinter folgen der Leapmotor T03 mit 2,9 und der Dacia Spring Electric 65 Expression mit 3,0.
In der etwas größeren Kleinwagenklasse sieht das Ergebnis deutlich besser aus. Der Mini Aceman SE gewinnt mit 1,9, gefolgt vom Mini Cooper E mit 2,0. Rang drei geht an den Renault R4 Electric 150 CR 52 kWh, der die Note 2,1 erreichte.
In der unteren Mittelklasse setzt sich der Skoda Elroq 85 mit der starken Note 1,6 an die Spitze. Dahinter landet das Mercedes-Benz CLA Coupé 250+ EQ Progressive mit 1,7. Auf dem dritten Rang herrscht Gedränge. Gleich sechs Fahrzeuge erhielten die Note 1,8: der Kia EV3, der BMW iX1 xDrive30, der VW ID.3 GTX, der Cupra Born VZ, der BMW iX2 xDrive30 und der Volvo EC40.
Auch in der Mittelklasse siegt Skoda. Der Skoda Enyaq 85x Sportline erreichte die Note 1,6. Dahinter teilen sich vier Modelle mit je 1,7 Platz 2: der Hyundai Ioniq 6 mit Hinterradantrieb, der Cupra Tavascan Endurance, der ältere BMW iX3 und der BMW i4 xDrive40. Noch größer ist das Feld auf Rang drei. Die Note 1,8 erhielten der VW ID.5, der Polestar 2, der Hyundai Ioniq 6 mit Allradantrieb, der Hyundai Ioniq 5, der Ford Capri ER, der Genesis GV60 und der Nio ET5.
In der oberen Mittelklasse führt gleich zweimal der VW ID.7. Sowohl der VW ID.7 Pro als auch der VW ID.7 Tourer GTX 4MOTION erhielten die Bestnote 1,5. Dahinter folgen vier Modelle mit jeweils 1,6: der Audi Q6 e-tron Performance, der Audi A6 Avant e-tron Performance, der BMW i5 eDrive40 und der BMW iX xDrive50.
In der Oberklasse teilen sich der Mercedes-Benz EQS 450+ AMG Line und der Porsche Taycan 4S Performance Plus mit der Note 1,6 den ersten Rang. Dahinter folgt der BMW i7 xDrive60 mit 1,7. Auf dem nächsten Platz landen mit der Note 1,8 der Porsche Taycan Sport Turismo GTS, der Lucid Air Dual Motor GT AWD und der Nio EL8.
Die Tabellen zeigen auch, dass ein sehr gutes Auto nicht zwingend ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Gerade in der Oberklasse fielen die Kostennoten deutlich schlechter aus als die eigentlichen Testergebnisse. So erhielten Mercedes EQS, Porsche Taycan und BMW i7 bei den Kosten jeweils die schlechteste Note 5,5. Ihre starken Ergebnisse im Autotest ändern damit nichts daran, dass Anschaffung und Betrieb teuer sind.