Siegeszug der Stromer

Schon 7 von 10 Neuwagen in der EU fahren elektrisch

Der Automarkt in der EU wächst wieder. Vor allem Elektroautos und Hybride legen kräftig zu, während Benziner und Diesel weiter an Boden verlieren.
Team Wirtschaft
23.07.2026, 22:15
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Der europäische Automarkt ist im ersten Halbjahr 2026 wieder gewachsen. In den 27 EU-Staaten wurden 5.896.683 Neuwagen zugelassen - ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für zusätzlichen Schwung sorgte der Juni, in dem die Neuzulassungen um 13,6 Prozent auf 1.147.962 Fahrzeuge zulegten.

Bereits rund 70 Prozent E-Autos und Hybride

Der Trend geht dabei immer stärker in Richtung elektrifizierter Antriebe. Hybridautos bleiben mit einem Marktanteil von 37,3 Prozent die beliebteste Antriebsart in der EU. Batterieelektrische Autos kommen bereits auf 20,7 Prozent Marktanteil. Auch Plug-in-Hybride wachsen weiter und erreichen 9,8 Prozent Marktanteil. Gemeinsam kommen diese drei Antriebsarten damit auf fast sieben von zehn Neuzulassungen.

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E-Auto-Absatz in der EU um 41 Prozent gestiegen

Besonders stark legten reine Elektroautos zu. Von Jänner bis Juni wurden 1.220.890 E-Autos neu zugelassen – ein Plus von satten 40,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von Frankreich (+62,9 Prozent), Deutschland (+48 Prozent) und Dänemark (+41,2 Prozent).

Während Stromer und Hybridmodelle zulegen, verlieren klassische Verbrenner. Die Zahl der neu zugelassenen Benziner sank im ersten Halbjahr um 17,2 Prozent auf 1.309.153 Fahrzeuge, Diesel verloren 16,5 Prozent und kommen nur noch auf einen Marktanteil von 7,5 Prozent. Zusammen erreichen Benzin- und Dieselautos damit nur noch 29,7 Prozent des EU-Marktes.

Österreicher kauften 15 Prozent mehr Autos

Auch in Österreich setzt sich der Trend fort. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 164.529 Neuwagen zugelassen. Das sind 15 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders kräftig legten reine Elektroautos zu: Ihre Neuzulassungen stiegen auf 40.060 Fahrzeuge (+27,0 Prozent). Auch Plug-in-Hybride wuchsen deutlich auf 18.023 Fahrzeuge (+37,5 Prozent), während Hybridautos mit 49.751 Neuzulassungen ein Plus von 23,7 Prozent verzeichneten. Benziner blieben mit 40.509 Neuzulassungen nahezu auf Vorjahresniveau (-0,1 Prozent), Diesel verlor um 8,3 Prozent auf nur noch 16.184 Fahrzeuge.

Volkswagen-Konzern bleibt klare Nummer 1

Bei Herstellern bleibt der Volkswagen-Konzern klare Nummer eins in der EU. Von Jänner bis Juni setzte der Autobauer 1.559.974 Fahrzeuge ab (+2,6 %). Dahinter folgen Stellantis mit 965.475 Neuzulassungen (+6,0 %) und die Renault-Gruppe mit 620.250 Fahrzeugen (-4,2 %).

Zu den größten Gewinnern zählen vor allem aufstrebende Marken. Leapmotor legte um +526,7 Prozent, Chery um 268,7 Prozent und BYD um 168,2 Prozent zu. Auch Tesla wuchs kräftig und steigerte seine EU-Neuzulassungen um 75,4 Prozent auf 124.242 Fahrzeuge.

Verluste mussten dagegen mehrere etablierte Hersteller hinnehmen. Besonders stark traf es Mitsubishi (-41,6 %), Ford (-20,2 %) und Porsche (-15,1 %). Auch Hyundai (-8,6 %), Lexus (-8,4 %) und Nissan (-5,3 %) verkauften im ersten Halbjahr weniger Autos als im Vorjahr.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 23.07.2026, 22:15