Auftritt in neuer Doku

Amber Heard nach Depp-Debakel: "Verlor meine Stimme"

In "Silenced" spricht die Schauspielerin über den öffentlichen Prozess mit ihrem Ex-Partner Johnny Depp und den Grund ihres langen Schweigens.
Anna Wallinger
27.01.2026, 22:20
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Amber Heard meldet sich nach langer Pause zurück – und zwar in ungewohnter Form: In der am 24. Jänner 2026 beim Sundance Film Festival vorgestellten Dokumentation "Silenced" spricht die Schauspielerin erstmals ausführlich über die Folgen ihres Rechtsstreits mit Ex-Mann Johnny Depp. Nach ihrem schlagzeilenträchtigen Rosenkrieg hatte sich Heard weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Die Doku beleuchtet nun nicht nur ihre persönliche Erfahrung, sondern wirft einen kritischen Blick auf die Nutzung von Verleumdungsgesetzen gegen Missbrauchsüberlebende.

Im April 2022 startete der Verleumdungsprozess zwischen Heard und Depp in den USA. Der "Fluch der Karibik"-Star forderte 50 Millionen Dollar Schadenersatz, nachdem ihn seine Exfrau 2018 gegenüber der "Washington Post" der häuslichen Gewalt bezichtigte. Die Schauspielerin reagierte mit einer Gegenklage in Höhe von 100 Millionen Dollar. Die sechswöchige Verhandlung entwickelte sich zum medialen Spektakel: Beide Seiten präsentierten sich in dramatischen Zeugenaussagen, während die Öffentlichkeit und die Medien jeden Schritt begleiteten.

Heards Auftritt in der Doku "Silenced"

Der Gerichtsprozess verlief überwiegend zugunsten von Hollywoodstar Depp: Die Jury gab seinen Verleumdungsvorwürfen statt und sprach ihm sowohl Schadenersatz als auch Strafschadenersatz zu. Heards Gegenklage wurde zwar teilweise anerkannt, blieb jedoch ohne Strafschadenersatz.

In "Silenced" reflektiert die 39-Jährige nun über die Folgen dieses Prozesses: "Es geht hier nicht um mich", sagt sie laut Variety. "Ich habe meine Stimme verloren. Ich bin nicht mehr da, um meine Geschichte zu erzählen. Ich will sie nicht erzählen. Ich will meine Stimme nicht mehr benutzen. Und das ist das Problem." Gemeinsam mit Regisseurin Selina Miles und der Menschenrechtsanwältin Jennifer Robinson spricht Heard über die isolierende Erfahrung und das Mobbing, dem sie in sozialen Medien ausgesetzt war.

Auch auf ihre Entscheidung, auf ein Berufungsverfahren zu verzichten, geht die dreifache Mutter in der Doku ein: Sie habe "das Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem verloren" und nicht die Kraft für einen weiteren Prozess gehabt. Für "Silenced" besteht bislang noch kein Vertrag mit einem Verleiher, daher steht noch kein Ausstrahlungstermin für Österreich fest.

{title && {title} } wall, {title && {title} } Akt. 28.01.2026, 09:36, 27.01.2026, 22:20
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