Mercedes-Benz steht in den USA vor einer möglichen Sammelklage. Grund dafür ist ein ungewöhnliches Problem: Das Metall-Logo auf den AMG-Performance-Sitzen wird in der Sonne offenbar so heiß, dass es bei Hautkontakt zu Verbrennungen kommen kann.
Die Kläger Gabriel Lahijani und Karendeep Bath fordern im Namen aller betroffenen US-Halter Schadenersatz. In der Klageschrift wird das verbaute Emblem als "erhebliche Gefahr für die Sicherheit" beschrieben. Besonders gravierend: Ein Fahrer einer Mercedes-AMG E-Klasse aus dem Baujahr 2026 soll durch Hautkontakt mit dem Logo Verbrennungen zweiten Grades erlitten haben.
Mercedes habe laut den Klägern von dem Risiko gewusst, aber weder davor gewarnt noch das Design angepasst, heißt es auf chip.de unter Berufung auf Sky News.
Die betroffenen AMG-Performance-Sitze werden auch in Europa verbaut, etwa beim T-Modell der neuen E-Klasse. Die Kläger fordern neben Schadenersatz auch die Übernahme der Behandlungskosten sowie die Kosten für die Entfernung der gefährlichen Metall-Embleme aus weiteren Fahrzeugen.
Mercedes-Benz hat sich zu dem laufenden Verfahren bisher nicht öffentlich geäußert. Ein kalifornisches Gericht entscheidet nun über die Zulassung der Sammelklage. Für den deutschen Autobauer wäre es nicht der erste juristische Konflikt in den USA - bereits der Diesel-Abgasskandal sorgte für umfangreiche Schadensersatzforderungen.