1,9 Mio. € gefordert

Mann verlor Sohn – Staat verklagt ihn auf Mega-Summe

Es ist eine unglaubliche Tragödie mit rechtlichem Nachspiel: Ein Kärntner verlor seinen Sohn bei einem Arbeitsunfall, dann folgte eine Millionenklage.
Newsdesk Heute
13.07.2026, 16:28
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Der 8. Februar 2023 wird einem Unternehmer aus Kärnten wohl ewig schmerzlich in Erinnerung bleiben. Gemeinsam mit seiner Firma führt der 69-Jährige eine Firma, die sich auf herausfordernde Bauarbeiten spezialisiert. An jenem Tag führten der Sohn und zukünftige Chef des Unternehmens (31) mit einem Mitarbeiter (64) solche Arbeiten in Steyr (OÖ) durch.

Als die Männer mit Sicherungstätigkeiten an einem Hang beschäftigt waren, löste sich gegen 10.20 Uhr ein 3000 Kubikmeter großer Felsblock. Die beiden Arbeiter hatten keine Chance. Sie wurden verschüttet und starben noch am Unfallort.

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Prozess im Oktober

Nach dem tragischen Verlust seines Sohnes sieht sich der 69-jährige Unternehmer nun auch noch mit drei Verfahren konfrontiert, berichtet die "Kleine Zeitung". Er sowie ein Geologe, der Chef eines großen Ziviltechnikbüros ist, müssen sich am Landesgericht Steyr wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

In einer ersten Verhandlung sollen sich die beiden Angeklagten die Schuld gegenseitig zugeschoben haben, der Unternehmer wollte den laufenden Prozess, der auf den 14. Oktober vertagt wurde, gegenüber der "Kleinen" nicht weiter kommentieren. Sein Anwalt ließ nur wissen, dass sich der 69-Jährige auf die Einschätzung von Experten verlassen habe.

Nun soll ein Gutachten klären, wo der Bagger der Arbeiter zum Unglückszeitpunkt stand. Dem Unternehmer sei egal, ob er schuldig gesprochen werde. Er brauche das Urteil, um wieder im Kopf "klarzukommen".

Vom Staat verklagt

Zu dem strafrechtlichen Verfahren kommen aber auch Zivilprozesse auf den Kärntner zu. Der 69-Jährige hat den damaligen Auftraggeber der Arbeiten, die Wildbachverbauung Oberösterreich und den Geologen auf 840.000 Euro Schadensersatz geklagt. Das Verfahren wurde vertagt, bis es eine Entscheidung im Strafprozess gibt.

Auch für den Unternehmer könnte es teuer werden. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) will knapp 1,9 Millionen Euro von dem 69-Jährigen haben.

Diese Kosten sollen Bund und Land wegen des Felssturzes entstanden sein. Auch hier wird erst wieder nach einer Entscheidung im Strafverfahren verhandelt. Der Kärntner wolle sich trotz der hohen Summe auf den Strafprozess konzentrieren. Ans Aufgeben habe der 69-Jährige nicht gedacht. Er sei es seinem verstorbenen Sohn schuldig, weiterzumachen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.07.2026, 16:28
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