Coronavirus

Ampel-Verschärfung gleich für 4 Bundesländer

Die Zahl der Neuinfektionen explodiert regelrecht. Auf der Corona-Ampel wurde nun das halbe Land hochgestuft – und der Trend zeigt weiter nach oben.
Leo Stempfl
12.08.2021, 14:04

Im Hochsommer geht es grundsätzlich etwas ruhiger zu, so auch bei der Corona-Kommission. Wegen der sich zuletzt zunehmende entspannenden epidemiologischen Lage trifft man sich mittlerweile nur noch alle 14 Tage. Auch in den sitzungsfreien Wochen, so wie diese eine ist, kann es aber zu Änderungen bei der Risikoeinschätzung kommen.

Davon wurde am heutigen Ampel-Donnerstag offenbar reger Gebrauch gemacht. Ein Grund dafür ist, dass die Zahlen zuletzt wieder stark steigen – stärker und schneller als vergangenen Sommer. Nach über 900 Neuinfektionen am Mittwoch sind es auch am Donnerstag wieder 850 Fälle und somit doppelt so viele wie noch vergangene Woche. Waren am 5. August noch alle Bundesländer gelbgrün (das Burgenland sogar grün), so sieht die Karte am 12. August deutlich anders aus.

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Trotzdem geringes Risiko

Das Burgenland steht zwar immer noch deutlich am besten da, verliert aber seinen Sonderstatus und ist nunmehr auch lediglich gelbgrün. Zu einer Hochstufung kam es außerdem bei den westlichen Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Sie sind nun gelb, weisen also ein mittleres Risiko auf.

Für ganz Österreich ist die Lage trotzdem mit "geringem Risiko" zu bewerten, was der gelbgrünen Farbe entspricht. Die Einschätzung der Corona Kommission erfolgte unter Berücksichtigung des Übertragungsrisikos, der Rückverfolgbarkeit der Übertragungsketten, der Testaktivität und der Ressourcenauslastung der Spitäler.

Die Corona-Ampel am 12. August 2021
Corona-Kommission

Steigender Trend

Der Trend zeigt in allen Bundesländern außer Burgenland und Salzburg in die steigende Richtung. Noch ist das Systemrisiko aber überall im grünen Bereich, am höchsten ist es in Salzburg mit 7,1 Prozent. Die Inzidenz ist hingegen in Tirol am höchsten (89), am niedrigsten im Burgenland (15).

Dass Tirol dadurch auch bei der Risikobewertung am schlechtesten dasteht, dürfte zu einem großen Teil auf den Bezirk Lienz zurückzuführen sein. Wegen der Inzidenz von mittlerweile 356 wurden schärfere Maßnahmen erlassen. Dahinter auf Rang 2 folgt erst mit 124 der Bezirk Kirchdorf an der Krems.