Das als patriotisches Vorzeigeprodukt präsentierte Trump-Smartphone T1 enthält nach neuesten Erkenntnissen vorwiegend Technik aus China. Obwohl mit dem Slogan „Proudly American“ beworben, stammen zentrale Bauteile des Handys offenbar aus Fernost.
Das Reparaturportal iFixit hat das T1 gründlich untersucht und mit dem HTC U24 Pro verglichen, einem chinesischen Mittelklasse-Smartphone aus dem Jahr 2024. Das Ergebnis ist eindeutig: Beide Geräte sind nahezu identisch – Unterschiede finden sich lediglich bei der Lackierung und dem Logo.
Wie t-online berichtet, konnten die Experten von iFixit sogar die Hauptplatinen der beiden Modelle austauschen. Auch das Display des T1 ist laut Mikroskopaufnahmen identisch mit dem des HTC-Modells.
Lediglich der Akku stammt von einem philippinischen Hersteller, unterscheidet sich in der Ladeleistung aber negativ vom HTC-Vorbild.
Die äußeren Unterschiede beschränken sich auf ein verändertes Lochmuster beim Lautsprecher und ein leicht versetztes Blitzmodul. Der Akku des T1 bietet zwar etwas mehr Kapazität, wird aber deutlich langsamer geladen als beim HTC-Original.
Ursprünglich wurde das T1 mit „Made in USA“ beworben. Tatsächlich steht auf der Verpackung nur noch „Proudly Assembled in the USA“. Nach Einschätzung von iFixit werden in den USA lediglich einige Bauteile wie Akku oder Kameramodule eingesetzt, während Gehäuse und Display fertig aus China kommen.
Das Trump-T1 kostet 499 Dollar (rund 430 Euro), das technisch baugleiche HTC U24 Pro ist in den USA für etwa 550 Dollar erhältlich. Beide Geräte schneiden bei der Reparierbarkeit mit nur 3 von 10 Punkten schlecht ab: Es gibt weder Servicehandbücher noch Ersatzteile, was eine nachhaltige Nutzung erschwert.