Mit fast einem Jahr Verspätung ist das Trump T1 nun endlich erhältlich. Das goldene Smartphone des US-Präsidenten sollte eine amerikanische iPhone-Alternative sein. Wer das Gerät vorbestellt hat, erlebte aber gleich zum Start eine böse Überraschung.
Die Kundendaten des Mobilfunkanbieters "Trump Mobile" waren offen im Internet abrufbar. Darunter Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bestellnummern. Kreditkartendaten seien laut Unternehmensangaben nicht betroffen.
Wie "TechCrunch" berichtet, hat Trump Mobile den Vorfall zwar bestätigt, die betroffenen Kunden aber bis heute nicht darüber informiert.
Doch das Datenleck ist nicht das einzige Problem. Ersten Tests zufolge sieht das "goldene" Smartphone nicht wie Gold aus, sondern eher "wie Senf oder eine Urinprobe". Die Leistung entspricht der eines zwei Jahre alten Mittelklasse-Handys.
Ursprünglich wurde das Trump-Phone als "Made in USA" beworben. Diese Behauptung verschwand aber schnell wieder, weil eine Produktion in den USA schlicht nicht möglich war. Nun heißt es, das Gerät sei "nach amerikanischen Werten entwickelt" worden.
Ein peinlicher Qualitätsmangel: Die amerikanische Flagge auf der Rückseite zeigt nur 11 statt der korrekten 13 Streifen. Vielerorts wird das Trump-Smartphone als reine Abzocke bezeichnet. Völlig unklar ist nämlich, welche Hardware verbaut ist und welche Software abseits von Android darauf läuft.
Das Datenleck enthüllte auch die wahren Verkaufszahlen: Nur rund 30.000 Personen haben das Trump-Phone bestellt – weit weniger als die 600.000, von denen Trump Mobile noch im Sommer gesprochen hatte.