Anarchie bei Argentinien! Die Wahrheit über Messi

Argentinien muss bei der WM Nigeria schlagen und auf Schützenhilfe hoffen. Problem: Im Team herrscht Anarchie.

Vor Argentiniens entscheidendem Gruppenfinale gegen Nigeria am Dienstag (20 Uhr) geht es rund. Laut argentinischen Medien-Berichten herrsche im Lager der "Gauchos" Anarchie. Es wird von einem Putsch der Spieler geschrieben und der Entmachtung des unbeliebten Trainers Jorge Sampaoli.

Da scheint es noch das kleinste Problem zu sein, dass Diego Maradona seinen Besuch im Lager anmeldete – mit den Worten. "Ich will mit den Spielern sprechen, damit sie verstehen, was es bedeutet, dieses Trikot zu tragen."

Brisante Audio-Datei

Nach zwei schwachen Vorstellungen – 1:1 gegen Island, 0:3 gegen Kroatien – wurde ausgerechnet am 31. Geburtstag von Superstar Lionel Messi öffentlich, wie tief die Kluft zwischen Spielern und Chefcoach Sampaoli wirklich ist.

Auf einer Audiodatei ist Ex-Nationalspieler Ricardo Giusti, ein enger Freund von Sportdirektor Jorge Burruchaga, zu hören. Er spricht Klartext über die Zustände beim lange Zeit als Mitfavoriten gehandelten Team um Superstar Messi: "Die Spieler entscheiden, wer auf dem Platz steht. Das ist Fakt. Wenn Sampaoli gern auf der Bank sitzen möchte, kein Problem. Seine Entscheidung."

Messi und Mascherano Wortführer

Als Wortführer gelten Superstar Messi und Javier Mascherano. Zwar dementierte Mascherano, dass anarchische Zustände herrschen würden. "Die Beziehung zum Trainer ist komplett normal", sagte der 34-Jährige. Er gab jedoch zu, dass die Mannschaft mit Sampaoli spreche, wenn sie sich "nicht wohl" fühle.

Sampaoli ist in Argentinien schon länger angezählt. Argentiniens Verbandschef Claudio Tapia dementiert Berichte nicht, dass er in letzter Sekunde einen Trainerwechsel während der Vorrunde verhindert habe. Nach dem 0:3 gegen Kroatien war Sampaoli offen angefeindet worden, angeblich sollte Burruchaga übernehmen. Jetzt ist zumindest klar: Im Spiel gegen Nigeria sitzt Sampaoli auf der Bank. Oder besser: Er wird ungestüm die Out-Linie auf und ab marschieren, so wie es seine Art ist.

Krise zwischen Messi und Sampaoli

Dass es zwischen Messi und Sampaoli schwer kriselt, ist ein offenes Geheimnis. "Ich habe ihm meine Hand gereicht. Ich habe ihm bei Whatsapp eine Nachricht geschickt und ihm gesagt, dass er auf mich zählen kann. Er hat es gelesen und nicht geantwortet", meinte der Trainer. Seine Gratulation an das Geburtstagskind Messi am Sonntag wirkte arg unterkühlt.

Über den Zustand der Mannschaft vor dem Finale in der Vorrunde meinte Sampaoli: "Die Jungs sind rastlos und besorgt. Und als sie gesehen haben, dass ich auch rastlos und besorgt bin, haben sie mir gesagt: 'Lauf weg, tschüss'."

Angesprochen auf die vermeintliche Machtübernahme durch die Spieler meinte er mit Galgenhumor: Alles sei wie immer! "Außer, dass Messi die Aufstellung macht und Mascherano die Anweisungen gibt. Ich renne nur am Spielfeldrand auf und ab und schreie mir die Seele aus dem Leib."

Die Ausgangslage

Klar ist: Argentinien braucht gegen Nigeria einen Sieg und muss gleichzeitig darauf hoffen, dass Island im Parallelspiel gegen die bereits qualifizierten Kroaten nicht höher gewinnt. (Heute Sport)

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