Noch ein Rennen?

"Angebot ist da" – Formel 1 hat Notfallplan vorliegen

Zwei Formel-1-Rennen mussten zuletzt gestrichen werden. Deshalb machte nun eine Traditionsrennstrecke den Plan öffentlich, zwei Rennen auszutragen.
Sport Heute
01.05.2026, 11:00
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Die Formel-1-Rennen von Bahrain und Saudi-Arabien sind zuletzt der aktuellen politischen Lage im Nahen Osten zum Opfer gefallen. Beide Rennen wurden aufgrund des Iran-Kriegs abgesagt – oder formell gesehen verschoben, wobei sich kaum Lücken finden, um die Rennen noch nachzutragen. Dies wäre auch aus logistischen Gründen kaum machbar. Der Kalender schrumpfte somit von 24 auf 22 Saisonrennen.

22 Grands Prix sind der Mindestwert, den die Formel 1 den TV-Partnern zusicherte. Das heißt im Klartext: Kein weiterer Großer Preis darf ausfallen. Das ist vor allem mit Blick auf die Rennen in Aserbaidschan, einem Nachbarstaat des Iran, oder den letzten beiden Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi allerdings mit einem Fragezeichen versehen.

Silverstone hat schon einen Plan

Das brachte nun eine Traditionsrennstrecke der Formel 1 auf den Plan: Silverstone hat offiziell angeboten, ein zweites Formel-1-Rennen auszutragen, quasi als Doppelschlag. "Wir haben unsere Hilfe angeboten. Wenn wir unterstützen können, tun wir das", sagte Stuart Prignel, der Streckenchef, und erinnerte an die Corona-Saison 2020, als Silverstone aufgrund der Pandemie einen Renn-Doppelpack austrug – wie auch der Red-Bull-Ring in der Steiermark.

Der Große Preis von Großbritannien steht am 5. Juli auf dem Programm, eine Woche nach dem Rennen in der Obersteiermark. Danach wäre eine Woche Pause, dann folgen die Rennen in Spa (19. Juli) und in Budapest (26. Juli), bevor es in die vierwöchige Sommerpause geht. Da wäre ein Rennen ohnehin nur schwer unterzubringen. "Das Angebot ist da, sie wissen, dass wir da sind und wir können schnell handeln, wenn wir gefragt werden", so der Streckenchef weiter. Zwar sei das Programm auch auf dem Kurs straff, aber "in einer Krise ist alles beweglich", meinte Pringle.

Verliert die Formel 1 ihre Identität?

Bisher scheint es eher unwahrscheinlich zu sein, dass die Formel 1 das Angebot aus Silverstone annimmt. Allerdings beobachtet die Rennserie die Lage besonders genau. Planungssicherheit habe man aber ohnehin keine.

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