Im Dezember des Vorjahres versetzte ein Vorfall die burgenländische Stadt Güssing in Aufregung. Nur sieben Tage vor Weihnachten betrat ein bewaffneter Mann eine Supermarktfiliale und bedrohte die Kassierin mit der Pistole.
Der Räuber forderte Bargeld und konnte mit der Tageslosung in der Höhe eines mittleren vierstelligen Eurobetrages flüchten. Eine damals eingeleitete Alarmfahndung blieb vorerst erfolglos.
Im Zuge der darauffolgenden Ermittlungen konnten am Tatort Spuren des Räubers gesichert werden. Im Jänner sollte der Mann dann erneut zuschlagen – dieses Mal im ungarischen Körmend.
Dabei soll der Täter ähnlich vorgegangen sein, wie schon bei dem Überfall im Burgenland. In grenzübergreifender Zusammenarbeit zwischen der Kriminalpolizei des Komitates Vas in Szombathely und dem Landeskriminalamt Burgenland, Außenstelle Oberwart, konnte ein Zusammenhang hergestellt werden.
In weiterer Folge konnte ein 46-jähriger Ungar als Tatverdächtiger ausgeforscht werden. Am 18. März erfolgte die Festnahme durch Einsatzkräfte der Polizei des Komitats Vas. In seiner Einvernahme gestand der Mann, beide Raubüberfälle verübt zu haben. Er wurde in die Justizanstalt Szombathely eingeliefert.