Am kommenden Sonntag geht es für die "Geißböcke" mit den ÖFB-Teamspielern Florian Kainz und dem aktuell aus dem Kader gestrichenen Dejan Ljubicic gegen Kaiserslautern um die Rückkehr in die deutsche Bundesliga. Der "Effzeh" belegt zurzeit Rang zwei, ein Pünktchen reicht, um den Aufstieg zu fixieren. Doch Berichte rund um Stürmer Lemperle sorgen für Unruhe in der Rhein-Metropole.
Lemperle war am Sonntag bei einer Veranstaltung auf einem Kölner Partyschiff mit einem anderen Besucher der Veranstaltung aneinander geraten. Gegen 21 Uhr habe der mutmaßliche Täter Lemperle mit der Faust ins Gesicht geschlagen, der Stürmer erlitt dabei einen Nasenbeinbruch. Weitere Untersuchungen am Donnerstag sollen klären, ob der 23-Jährige am Sonntag auflaufen kann – sollte Interimscoach Friedhelm Funkel den Angreifer in den Kader aufnehmen.
Lemperle hatte die Nacht im Krankenhaus verbracht. Dort war dem 23-Jährigen auch Blut abgenommen worden. Das Ergebnis: Der Köln-Stürmer soll laut "Bild" 2,3 Promille Alkohol im Blut gehabt haben.
Der mutmaßliche Täter, ein Dachdeckermeister und Fan der Kölner, hat sich deutschen Medienberichten zufolge der Polizei gestellt. Sein Anwalt erhob derweil im "Express" schwere Vorwürfe gegen Lemperle. "Nach den mir vorliegenden Informationen befand sich Herr Lemperle am 11.05.2025 auf einer Veranstaltung in einem stark alkoholisierten Zustand, der sich insbesondere dadurch äußerte, dass er mit diversen anderen männlichen Gästen in teils aggressive Wortgefechte geriet. Hintergrund soll seine erkennbar hohe Alkoholisierung, sein Verhalten und seine Einstellung gegenüber dem bevorstehenden Saisonfinale gewesen sein", wurde Anwalt Martin Bücher zitiert.
"Im Laufe der Veranstaltung soll sich Herr Lemperle mitunter auch gegenüber zwei weiblichen Gästen aus dem Lager meines Mandanten verbal und auch körperlich unangemessen verhalten haben", meinte der Anwalt weiter, ohne allerdings ins Detail zu gehen. Der Beteiligte habe Lemperle dann aufgefordert, die Veranstaltung zu verlassen. Später sei es zu einer zufälligen Begegnung der beiden gekommen. "Nachdem Herr Lemperle meinen Mandanten erblickt hat, hat Herr Lemperle nicht nur seine verbalen Provokationen von der Veranstaltung fortgesetzt, sondern sodann ein Verhalten an den Tag gelegt, das meinen Mandanten in eine Notwehrsituation versetzte, aus der er sich mit einem einzigen Schlag befreit hat", so Anwalt Bücher. Auch der vermeintliche Angreifer sei verletzt worden, habe Sachschaden erlitten.
Die Kölner selbst versuchten derweil, sich auf das Ligafinale zu konzentrieren. "Ich sage heute nichts zu Tim Lemperle. Wir können am Sonntag aufsteigen, darum stellt mir Fragen zum Sportlichen", meinte Kapitän Tim Hübers.