Fans von Union Berlin schmähten im Bundesligaspiel gegen Wolfsburg Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Die Polizei ermittelt, Hopps Anwalt fordert drastische Maßnahmen.
Nachdem auch Fans von Union Berlin am Sonntag Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp mit einem Banner als "Hurensohn" beschimpften, ermittelt jetzt die Polizei gegen Unbekannt "wegen des Verdachts der Bedrohung im Zusammenhang mit einem Spruchband und einem Portraitplakat".
Zwei Fragen, die dabei geklärt werden sollen: Wer hat die Plakate hergestellt und wer hat sie schließlich im Stadion gezeigt? Für Dietmar Hopps Anwalt Schickhardt reichen diese Ermittlungen aber nicht aus. "Es muss zu Hausdurchsuchungen kommen, da muss man auch mal ein paar abgreifen und auch mal einen Tag in der Zelle lassen", forderte der 62-Jährige im "SWR"-Interview. "Das hat sich immer bewährt." Weiters verlangte Schickhardt ein bundesweites Stadionverbot für die Übeltäter, da dies "ein sehr scharfes Schwert" sei.
Eine Ultragruppierung des deutschen Bundesligisten erklärte, warum die Plakate ihrer Meinung nach gerechtfertigt waren. Das Banner mit dem Fadenkreuz ist "keine Morddrohung. Er ist aber ganz klar provokant und kritisiert eine Person und eine stetige Entwicklung. Heute steht er jedoch vor allem entgegen schleichender Zensur und für die Ausdrucksfreiheit der Kurven."