18 Jahre, vier Vorstrafen – statt einem Plan fürs Leben hatte der Staatenlose einen Haufen schlechter Ideen. Eine davon: "Die Lehre hab' ich abgebrochen, weil sie mir keinen Spaß gemacht hat", so der Teenager Donnerstag (7.5.) am Wiener Landl. "Aus völliger Perspektivlosigkeit" soll der groß gewachsene Bursche am 15. März 2026 laut Anklage einen anderen Teenager überfallen haben. Doch der Plan war nicht zu Ende gedacht, endete im Häf’n.
"Ich war am Weg zu einem Date", erzählte das Opfer im Zeugenstand. Plötzlich sei er von dem 18-Jährigen und seinem Komplizen bedroht worden. Der 19-Jährige musste seine Taschen ausleeren. Die Verdächtigen raubten dem 19-Jährigen angeblich 180 Euro aus der Geldbörse.
Der Angeklagte soll das Opfer am Hals gepackt haben, forderte die Handyentsperrung. "Er hielt mir das Handy vor das Gesicht, entsperrte das Handy. Dann überwies er sich mit meiner Banking-App selbst 110 Euro", so das Opfer. Dann flüchteten die Verdächtigen aus dem Max-Winter-Park. Der 19-Jährige erstattete mit seinem Vater Anzeige bei der Polizei am Praterstern.
Der 18-Jährige war rasch ausgeforscht, vor Gericht bekannte er sich schuldig. "Mehr will ich nicht sagen", so der Angeklagte. Der unbekannte Komplize war nach dem Coup abgetaucht, die Fahndung läuft. Urteil am Donnerstag für den 18-Jährigen: Zwei Jahre Haft, dazu ein Widerruf einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr – bereits rechtskräftig.