Schlechte Nachrichten für iPhone- und Mac-Fans: Apple-CEO Tim Cook hat in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" klare Worte gefunden. "Preiserhöhungen sind unvermeidlich", sagte der Apple-Chef.
Cook erklärte die Gründe: "Wir versuchen unser Bestes, die heftigen Erhöhungen nicht an die Kunden weiterzureichen. Wir versuchen, unsere Kunden vor den Teuerungen zu schützen. Aber die Situation ist momentan nicht nachhaltig."
Wie macwelt.de unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, zahlt Apple bereits jetzt erheblich mehr für SSD-Speicher und Arbeitsspeicher (RAM). Im Herbst, wenn die neuen Generationen von iPhone, iPad und Macs erscheinen, wird der Hersteller einen Teil dieser Kosten an die Kunden weitergeben.
Der Hintergrund: Der Boom bei künstlicher Intelligenz hat Tech-Giganten wie Google, Amazon und Microsoft dazu veranlasst, massiv in Server-Hardware zu investieren. Das führt zu einer Verknappung und Verteuerung von Speicherchips für Consumer-Geräte wie Smartphones und Laptops.
Apple hat in der Vergangenheit bereits mehrfach kreativ auf steigende Kosten reagiert. Beim iPhone 12 etwa wurde eine versteckte Preiserhöhung eingeführt, indem das kleinere Mini-Modell zum Preis des Vorgängers angeboten wurde - das reguläre iPhone 12 kostete dann rund 100 Euro mehr.
Auch aktuell setzt Apple auf Tricks: Beim Mac Mini M4 wurde die günstigste Variante mit 256 GB Speicher komplett gestrichen. Der Einstiegspreis liegt nun bei 949 Euro. Apple-Kunden sollten sich also auf weitere Preisanpassungen im Herbst einstellen.