Millionen Apple-Nutzer vertrauen ihre wichtigsten Dateien und Fotos der iCloud an. Doch viele wissen nicht: Die iCloud ist kein echtes Backup, sondern nur ein Synchronisationsdienst.
Das bedeutet: Wer Dateien in der Cloud löscht, verliert sie endgültig. Besonders tückisch: Wenn der Mac Speicherplatz sparen will, existieren manche Dateien nur noch in der Cloud.
Wie "macwelt.de" berichtet, sichern auch Backup-Lösungen wie Time Machine oder Backblaze keine Cloud-Dateien, wenn die lokale Kopie fehlt. Die Gefahr eines dauerhaften Datenverlusts ist also real.
Die einfachste Lösung: Alle Dateien immer lokal auf dem Mac vorhalten. In den Systemeinstellungen unter iCloud Drive die Option "Originale auf diesen Mac laden" aktivieren – dann werden alle Daten auch von Time Machine gesichert.
Wer nicht genug Speicherplatz hat, kann zumindest wichtige Ordner manuell sichern: Im Finder zu iCloud navigieren, den Ordner rechtsklicken und "Laden und behalten" wählen.
Eine weitere Möglichkeit: Über Apples Datenschutz-Website kannst du alle deine iCloud-Daten herunterladen. Nach dem Login "Kopie deiner Daten anfordern" wählen und die gewünschten Dateien auswählen. Achtung: Der Download kann bis zu sieben Tage dauern.
Für automatische Backups gibt es auch Drittanbieter-Tools. Carbon Copy Cloner (rund 45 Euro) kann Cloud-Dateien sichern, aber keine Fotos. Das neuere Parachute Backup (rund 15 Euro) schafft beides und ist auch für iPhone und iPad verfügbar.
Fazit: iCloud-Daten regelmäßig zu sichern, ist zwar lästig, aber unverzichtbar. Nur so verhinderst du, dass wichtige Erinnerungen und Dokumente für immer verloren gehen.