ING-Kunden können ab sofort nicht nur privat Geld mit dem europäischen Bezahldienst Wero verschicken, sondern damit auch in Online-Shops einkaufen. Der Service funktioniert über SEPA-Echtzeitüberweisungen – das Geld wandert also direkt von Konto zu Konto.
Mit diesem Schritt schließt sich die ING anderen Banken wie den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Deutschen Bank an. Laut der Betreibergesellschaft European Payments Initiative (EPI) akzeptieren derzeit rund 600 Händler in Deutschland und Belgien den Bezahldienst.
Wie "heise.de" berichtet, wollen auch erste österreichische Banken bei Wero einsteigen. Offiziell bestätigt ist das bisher von der Raiffeisen Bank. Damit könnte der europäische PayPal-Konkurrent bald auch hierzulande verfügbar sein.
Am PC scannt man im Online-Shop einfach einen QR-Code mit der Banking-App auf dem Smartphone und gibt die Zahlung frei.
Shoppt man direkt am Handy, wird man automatisch zur Freigabe in die App weitergeleitet. Kunden sind bei Wero-Zahlungen grundsätzlich durch einen Käuferschutz abgesichert.
Weitere große Handelsketten wie Lidl, Mediamarkt, Rossmann und Hornbach bereiten den Start ebenfalls vor. Bis Ende 2026 soll Wero auch bei französischen und niederländischen Händlern Einzug halten. Zudem ist Wero für Ladenkassen angekündigt – inklusive statischer QR-Codes für Hofläden oder Flohmarkthändler.
Parallel arbeitet die EPI daran, Wero mit anderen nationalen Bezahlsystemen zu vernetzen. Daran beteiligen sich unter anderem das portugiesische MB Way, das spanische Bizum und das italienische Bancomat Pay. Über dieses Netzwerk könnten künftig 135 Millionen Nutzer bei allen angeschlossenen Händlern bezahlen.