Immer mehr Online-Shops bieten "Buy now, pay later" (BNPL) an: Du bestellst heute und zahlst erst Wochen oder Monate später – auf Rechnung oder in Raten. Was bequem klingt, birgt jedoch erhebliche Risiken.
Diese Angebote laufen meist über spezialisierte Zahlungsdienstleister wie Klarna, PayPal oder Riverty. Beim Rechnungsmodell wird der Gesamtbetrag nach 14 oder 30 Tagen fällig. Bei Ratenzahlungen wird der Betrag über bis zu 48 Monate verteilt – oft fallen dabei Zinsen oder Gebühren an.
Wie chip.de unter Berufung auf die Sparkasse berichtet, können so schnell mehrere kleine Kredite parallel entstehen – oft bei verschiedenen Anbietern.
Wer den Überblick über offene Forderungen verliert, riskiert eine schleichende Überschuldung.
Mit der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie werden Kleinkredite strenger reguliert. BNPL-Modelle gelten künftig ausdrücklich als Verbraucherkredite.
Anbieter sind damit verpflichtet, vor der Vergabe eine Kreditwürdigkeitsprüfung durchzuführen – auch bei niedrigen Beträgen. Ziel ist es, zu verhindern, dass Kunden unbemerkt immer mehr Verbindlichkeiten anhäufen.
Bei Zahlungsproblemen müssen Kreditgeber frühzeitig Gegenmaßnahmen anbieten, etwa Laufzeitverlängerungen oder Stundungen. Eine Kündigung darf erst erfolgen, wenn solche Anpassungen geprüft wurden. Dispokredite dürfen zudem nur noch mit einer Ankündigungsfrist von mindestens zwei Monaten beendet werden.