Mit dem Smartphone bezahlen oder kurz die Kreditkarte auflegen: Für viele Urlauber ist das inzwischen Alltag. Doch wer ins Ausland reist, sollte sich nicht allein auf Karte oder mobile Bezahlmethoden verlassen.
In mehreren beliebten Reiseländern ist Bargeld weiterhin das wichtigste Zahlungsmittel. Besonders auf Märkten, in Taxis oder kleineren Restaurants kommt man ohne Cash nicht weit.
Wie "Chip" unter Berufung auf den Reiseführer "Fodor's" berichtet, spielen bei der Bargeldabhängigkeit mehrere Faktoren eine Rolle: die Zahl der Geldautomaten, die Verbreitung von Kreditkarten in der Bevölkerung und die Dichte an Kartenterminals bei Händlern.
Am stärksten ist die Bargeldabhängigkeit demnach in Algerien. Dort gibt es nur wenige Geldautomaten und nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung besitzt eine Kreditkarte. Wer dorthin reist, sollte unbedingt genügend algerische Dinar mitnehmen.
Auch in Ägypten sollte man ausreichend ägyptische Pfund dabei haben. In Resorts und großen Hotels funktioniert Kartenzahlung zwar, außerhalb davon wird aber häufig bar bezahlt.
Vietnam gehört ebenfalls zu den Ländern, in denen Bargeld für Reisende wichtig bleibt. Größere Hotels akzeptieren zwar oft Karten, bei kleinen Anbietern oder auf Märkten benötigt man in der Regel Dong.
Die Auswertung nennt außerdem Indien, Jordanien, die Philippinen, Marokko, Kambodscha, Tunesien und Albanien. In diesen Ländern ist Kartenzahlung zwar je nach Region möglich, aber längst nicht überall selbstverständlich.
Besonders für Taxifahrten, Trinkgeld, Märkte und Ausflüge abseits touristischer Zentren sollten Reisende einen Bargeldpuffer einplanen. In Kambodscha werden neben der Landeswährung Riel oft auch US-Dollar akzeptiert.
Vor der Reise lohnt ein Blick auf die Zahlungsgewohnheiten im Zielland. Sinnvoll ist es außerdem, nicht erst am letzten verfügbaren Geldautomaten abzuheben – gerade in ländlichen Regionen kann die Versorgung eingeschränkt sein.
Wichtig: Trage nicht das gesamte Bargeld an einem Ort. Besser ist es, kleinere Beträge griffbereit zu haben und den Rest sicher im Hotel-Safe aufzubewahren. So bleibst du flexibel, ohne unnötig viel Geld mit dir zu führen.