Apple steht wegen einer Sammelklage in den USA unter Druck. Mehr als 2,6 Millionen iPhone-Nutzer aus dem US-Bundesstaat Illinois fordern eine Entschädigung von insgesamt 32,5 Milliarden Dollar.
Im Kern geht es um die Gesichtserkennung in der Fotos-App. Der Algorithmus erkennt Personen auf Bildern automatisch und ordnet sie im Ordner "Personen" zusammen. Seit 2024 speichert Apple diese Gesichtsdaten auch auf seinen Servern.
Das verstoße gegen das "Illinois Biometric Information Privacy Act" (BIPA), heißt es bei "Macwelt". Laut diesem Gesetz müssen Nutzer explizit zustimmen, bevor ein Unternehmen ihre biometrischen Daten speichern darf.
Das Problem: Der Algorithmus erkennt auch Personen, die gar kein Apple-Konto besitzen. So werden etwa Fotos von Kindern ohne deren Wissen oder ohne Zustimmung der Eltern analysiert und gespeichert.
Die Klage läuft bereits seit 2020. Im Falle einer Verurteilung steht jedem Betroffenen eine Entschädigung von mindestens 1.000 Dollar zu. Bei nachgewiesener Absicht könnte die Strafe auf 5.000 Dollar pro Person steigen.