Überraschende Einigung

Apple und EU einigen sich auf App-Store-Reform

Apple und die EU-Kommission legen ihren Streit bei: Ab Oktober gelten neue Regeln im App Store – mit niedrigeren Gebühren für Entwickler.
Digital  Heute
18.08.2026, 19:44
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Nach jahrelangem Konflikt zwischen Apple und der EU-Kommission kam am Nachmittag des 18. August 2026 eine überraschende Nachricht: Beide Seiten haben sich auf neue App-Store-Bedingungen in der EU geeinigt. Die neuen Regeln sollen bereits ab 1. Oktober 2026 in Kraft treten.

Für App-Entwickler wird das Leben in der EU deutlich einfacher: Künftig gibt es nur noch eine einheitliche Version der Geschäftsbedingungen, die sowohl für Apples App Store als auch für alternative Marktplätze gilt. Das bisherige Entweder-oder zwischen den Systemen entfällt.

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Laut "heise online" geht mit den Änderungen auch eine neue Gebührenstruktur einher. Die umstrittene Kerntechnologiegebühr (Core Technology Fee) wird durch eine pauschale Abgabe von 5 Prozent auf digitale Transaktionen außerhalb des App Stores ersetzt. Beim Vertrieb über den App Store mit Apple-In-App-Kauf beträgt die Provision künftig 26 statt bisher 30 Prozent – für kleine Entwickler sogar nur 15 Prozent.

Mehr Kinderschutz und offenere Marktplätze

Ein wichtiger Punkt der Einigung betrifft den Kinderschutz: Apps in der Kids-Kategorie dürfen künftig keine Links mehr zu externen Bezahl-Websites enthalten. Für Nutzer unter 13 Jahren ist das Verlinken zu Web-Zahlungen generell verboten. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren müssen bei alternativen Zahlungen die Erziehungsberechtigten eingebunden werden.

Gleichzeitig öffnet sich Apple für mehr Anbieter alternativer App-Marktplätze. Unternehmen können sich nun qualifizieren, wenn sie bestimmte Anforderungen an finanzielle Stabilität erfüllen – etwa durch Börsennotierung oder eine Finanzprüfung durch Wirtschaftsprüfer. Auch staatliche und gemeinnützige Einrichtungen sind berechtigt.

Weitere Konflikte bleiben offen

Ob die Einigung auch Kritiker wie Epic oder Spotify zufriedenstellt, bleibt abzuwarten. Auch andere Streitpunkte zwischen Apple und der EU sind noch nicht gelöst: So warten europäische Nutzer weiterhin auf Siri AI und die iPhone-Fernsteuerung über macOS. Mit dem jetzigen Deal ist aber ein erster wichtiger Schritt gemacht, um weitere Konflikte möglicherweise einvernehmlich zu lösen.

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