Immer mehr europäische Städte richten Umweltzonen ein – für Urlauber kann das schnell teuer werden. Allein in Deutschland gibt es derzeit noch 35 Umweltzonen, doch auch im europäischen Ausland gelten in zahlreichen Städten strenge Zufahrtsbeschränkungen.
Die Bußgelder haben es in sich: Wer in London ohne Berechtigung in eine Umweltzone fährt, kann mit bis zu 2.000 Pfund (rund 2.340 Euro) bestraft werden. In Brüssel werden 350 Euro fällig. Auch in Frankreich drohen 68 bis 135 Euro Strafe.
Die kostenlose Navi-App Waze kann hier helfen, meldet der Auto Club Europa (ACE). Die App zeigt Umweltzonen zuverlässig an und warnt Autofahrer rechtzeitig vor der Einfahrt.
Mittlerweile hat auch Google Maps nachgezogen und die wichtigsten Umweltzonen in Europa integriert. Wer mit Google Maps navigiert, wird nun ebenfalls vor den Sperrzonen gewarnt.
Besonders tückisch: In einigen Ländern wie Belgien werden Kennzeichen automatisch kontrolliert. Selbst wenn man die Umweltzone schnell wieder verlässt, schützt das nicht immer vor einer Strafe.
In Frankreich benötigen Autofahrer die sogenannte Crit-Air-Plakette, die frühzeitig bestellt werden sollte – der Versand kann bis zu zehn Tage dauern. In Belgien ist eine Online-Registrierung vor der Einfahrt oder innerhalb von 24 Stunden danach erforderlich.
Wichtig zu wissen: Die deutsche Umweltplakette gilt im Ausland nicht. Wer versehentlich ohne Registrierung in eine Umweltzone gefahren ist, sollte prüfen, ob sich diese nachträglich nachholen lässt – in manchen Ländern kann das die Geldbuße reduzieren.