In Europa sind Städtetrips besonders beliebt. Aber auch spontane Abstechern in historische Zentren, wenn man durchs Land fährt, gehören dazu.
Wer dabei mit dem Auto unterwegs ist, kann schneller in eine Kostenfalle geraten, als ihm lieb ist. Denn in vielen Ländern gelten längst strenge Regeln für Umweltzonen, Zufahrtsbeschränkungen und Sondergenehmigungen. Und die Strafen haben es in sich. Umweltzonen sollen die Luftqualität in Städten verbessern und den Verkehr emissionsärmer machen. Deshalb dürfen dort oft nur Fahrzeuge mit bestimmten Abgaswerten einfahren.
Wie genau das kontrolliert wird, ist von Land zu Land unterschiedlich.
In Italien sind es oft nicht klassische Umweltzonen, die Probleme machen, sondern die berüchtigten ZTL-Zonen. Diese "Zona a Traffico Limitato" findet man häufig in historischen Innenstädten, etwa in Rom oder Pisa.
Dort ist der Autoverkehr oft ganz untersagt oder stark eingeschränkt. Die Schilder sind laut vielen Reisenden leicht zu übersehen, die Kontrolle erfolgt jedoch gnadenlos per Kamera. Wer unerlaubt einfährt, bekommt später Post. Liegt das Hotel innerhalb der Zone, muss meist vorab eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden.
In Deutschland gibt es zahlreiche Umweltzonen, vor allem in größeren Städten und Ballungsräumen. Dort dürfen in der Regel nur Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette einfahren. Wichtig: Diese Regel gilt auch für Autos mit ausländischem Kennzeichen. In manchen städtischen Zonen können auch Dieselfahrverbote gelten.
In Belgien gibt es sogenannte Low-Emission-Zones unter anderem in Antwerpen, Brüssel und Gent. Betroffen sind vor allem ältere Fahrzeuge mit schlechterer Euro-Norm.
Für ausländische Kennzeichen reicht es jedoch nicht, lediglich die Abgaswerte zu erfüllen. Vorab ist eine kostenlose Registrierung mit Nummernschild erforderlich. Kontrolliert wird meist kamerabasiert. Fehlt die Anmeldung, kann es teuer werden.
Frankreich setzt auf die bekannte Crit'Air-Vignette. Wer in Umweltzonen einfahren will, braucht diese Plakette am Fahrzeug. Welche Fahrzeuge zugelassen sind, hängt von der Einstufung ab. Sie reicht von eins bis fünf.
Besonders streng ist es in Ballungsräumen. In Paris dürfen in bestimmten Umweltzonen etwa nur Fahrzeuge der Klassen eins und zwei fahren. Wer ohne passende Vignette unterwegs ist, muss mit saftigen Strafen rechnen.
Verstöße können richtig ins Geld gehen. In Frankreich liegen die Strafen je nach Fahrzeug und Zone zwischen 68 und 375 Euro. In Italiens ZTL-Zonen fallen laut Kommune meist 83 bis 332 Euro an. In Spanien berechnen viele Städte bei unerlaubter Einfahrt typischerweise etwa 200 Euro.
Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann zumindest teilweise aufatmen. Viele Anbieter statten ihre Fahrzeuge bereits mit den erforderlichen Umweltplaketten aus. Ganz verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Vor der Abholung lohnt sich eine genaue Nachfrage. Fehlt die vorgeschriebene Kennzeichnung, müssen sich Reisende im Zweifel selbst darum kümmern und die Kosten tragen.