Ägypten reagiert auf eine angespannte wirtschaftliche Lage mit drastischen Maßnahmen – und die bekommen nun auch Urlauber deutlich zu spüren. Wegen steigender Energiepreise und der Folgen des Konflikts im Nahen Osten hat die Regierung neue Regeln für den Alltag eingeführt, die vor allem das Nachtleben betreffen.
Ab dem 28. März 2026 wird eine vorübergehende Ausgangssperre zur Reduzierung des Energieverbrauchs eingeführt.
Restaurants, Cafés, Geschäfte und Einkaufszentren im ganzen Land müssen deutlich früher schließen. Spätestens um 21 Uhr ist Feierabend, lediglich donnerstags und freitags dürfen Betriebe eine Stunde länger geöffnet bleiben - sprich, bis 22 Uhr. Die Regelung gilt zudem nicht nur in Großstädten, sondern auch in beliebten Urlaubsorten wie Hurghada oder Sharm el-Sheikh und soll vorerst für einen Monat lang aufrecht bleiben, berichtet die "Daily Mail". Nur Apotheken und Supermärkte sollen weiterhin wie gewohnt geöffnet haben.
Zusätzlich zu den verkürzten Öffnungszeiten soll auch die öffentliche Beleuchtung reduziert werden. Staatsbedienstete sollen teilweise im Homeoffice arbeiten, um Energie in den Büros zu sparen, und abends soll es vereinzelt komplett zu Stromabschaltungen kommen. Nur Krankenhäuser sind laut Bericht von diesen Maßnahmen nicht betroffen.
Für Reisende bedeutet das vor allem eines: Der Urlaub ist weiterhin möglich, allerdings mit weniger Flexibilität. Abendessen, Shopping oder spontane Ausflüge müssen künftig genauer geplant werden, da das sonst lebhafte Nachtleben stark eingeschränkt ist.
Wie stark Hotels und Resorts in beliebten Reisezielen wie Hurghada, Sharm El Sheikh und Luxor betroffen sein werden, ist noch nicht klar. In der Regel sind diese jedoch gut vorbereitet und verfügen über Notstromaggregate, sodass Klimaanlagen, Wasser und grundlegende Services wie gewohnt weiterlaufen.