Griechenland zählt seit Jahren zu den beliebtesten Sommerzielen der Österreicher. Sonne, Inseln, Tavernen und relativ kurze Flugzeiten machten das Land lange zu einem Urlaubsziel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch während das Land zuletzt Millionen Gäste anzog, könnte sich das schon bald ändern.
Der griechische Tourismus erlebte zuletzt einen historischen Boom. Im Jahr 2025 kamen rund 37,98 Millionen internationale Gäste ins Land – 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch vor wenigen Wochen deutete alles auf ein weiteres Rekordjahr hin. Doch der Krieg mit dem Iran und die steigenden Preise entwickeln sich zunehmend zu einem Problem - und könnten dem griechischen Tourismus einen Strich durch die Rechnung machen.
Zwar ist Griechenland bislang, im Gegensatz zu Zypern oder der Türkei, noch nicht Ziel iranischer Raketen- oder Drohnenangriffe geworden, doch die Lage bleibt unsicher. Es wird befürchtet, dass vor allem Reisende aus den USA und Kanada das östliche Mittelmeer aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten meiden könnten.
Hinzu kommen die steigenden Ölpreise aufgrund des Konflikts, die Flugreisen verteuern. Ein Problem für Griechenland, wo mit den boomenden Besucherzahlen zuletzt auch die Preise gestiegen sind. Der Aufschwung in der Nachfrage ermöglichte Hoteliers Preiserhöhungen, die deutlich über gestiegene Kosten und höhere Steuern hinausgehen. Branchenkreisen zufolge planen viele Betriebe zudem in den nächsten Jahren weitere Aufschläge von 5 bis 8 Prozent. Dabei lagen die Tagesausgaben zuletzt bereits bei rund 147 Euro pro Person – mehr als in vielen anderen klassischen Mittelmeerzielen.
Das könnte schlussendlich dazu führen, dass günstigere Alternativen stärker in den Fokus rücken – etwa die Albanien, Kroatien oder Italien, die teilweise günstigere Tagesausgaben ermöglichen.