Hohe Spritpreise

Tank-Tourismus – Deutschland verschärft Kontrollen

Deutschland ächzt unter den hohen Spritpreisen. Aufgrund des Iran-Kriegs wurde der Treibstoff teurer. Viele tanken nun in Polen.
Newsdesk Heute
08.03.2026, 10:21
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Die Benzinpreise in Deutschland sind wegen des Iran-Kriegs ordentlich in die Höhe geschnellt. Laut "20 Minuten" sorgt dieser Preissprung für Ärger. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht von Abzocke und fordert, dass die deutsche Regierung endlich einschreitet.

"Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen. Und das, obwohl beide Länder benachbarte EU-Staaten sind", so Woidke. Er nennt die Preistreiberei an den Tankstellen "reine Abzocke" und verlangt, dass Berlin endlich etwas gegen diesen "unhaltbaren Missstand" unternimmt.

Verstärkte Kontrollen an der Grenze zu Polen

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, hat der deutsche Zoll jetzt die Kontrollen an der Grenze zu Polen verschärft. Besonders im Visier sind sogenannte Sprit-Touristen – also Leute, die in Polen oder Tschechien günstiger tanken und dann Sprit über die Grenze bringen. Die Kontrollen gibt es vor allem an den Übergängen in Sachsen, Brandenburg und auch in Bayern.

Wer einen Reservekanister mit bis zu 20 Litern Sprit dabeihat, kommt normalerweise durch – aber nur, wenn der Treibstoff auch für das eigene Fahrzeug gedacht ist. Wer etwa im Benziner einen Kanister Diesel mitschleppt, muss mit Problemen rechnen.

Kartellamt schaut den Mineralölkonzernen auf die Finger

Die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg berichtet, dass es wegen der Preisunterschiede bei Kraftstoffen schon zu längeren Schlangen an den Tankstellen in Polen kommt. Die Tankstellen auf deutscher Seite im Grenzgebiet haben es dadurch wirtschaftlich noch schwerer.

Das deutsche Bundeskartellamt prüft die aktuelle Preisentwicklung ganz genau. "Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Donnerstag.

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