Krieg verändert Flugverkehr

Flugpreise explodieren – Österreicher reisen trotzdem

Der Iran-Krieg hat massive Auswirkungen auf den Flugverkehr. Viele Reisende buchen ihre Urlaube um – müssen aber höhere Ticketpreise zahlen.
Newsdesk Heute
16.03.2026, 21:45
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Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auf den internationalen Flugverkehr aus. Viele Flugrouten müssen derzeit angepasst werden – und das treibt die Preise für Fernreisen deutlich in die Höhe.

Trotz der Situation bleibt die Reiselust aber hoch. Statt ihre Urlaubspläne komplett zu streichen, entscheiden sich viele Touristen dafür, ihre Reisen umzubuchen. Das berichten sowohl der Reiseanbieter Ruefa als auch TUI Österreich.

Bei Ruefa würden Gäste ihre Trips lieber verschieben als absagen, hieß es auf APA-Anfrage. Auch bei TUI Österreich gebe es aktuell nur vereinzelt Stornierungen. Stattdessen würden viele Kunden ihre Reisepläne anpassen.

Ticketpreis um 80 Prozent verteuert

Der Konflikt hat vor allem Auswirkungen auf wichtige internationale Drehkreuze. Über Flughäfen wie Dubai, Abu Dhabi, Doha und Bahrain würden normalerweise täglich rund 526.000 Passagiere reisen, erklärte der Welttourismusverband WTTC. Da viele Flüge derzeit nicht stattfinden können, werden alternative Routen stärker genutzt – und dort steigen die Ticketpreise deutlich.

Wie stark sich das auswirkt, zeigen aktuelle Beispiele: Anfang März kosteten Flüge zwischen Wien und Bangkok teilweise mehr als 5.000 Euro. Eine Analyse von Bloomberg auf Basis von Google-Flights-Daten vom 12. März zeigt zudem, dass sich ein Economy-Hin- und Rückflug von Sydney nach London für den Zeitraum 3. bis 10. April innerhalb von zwei Wochen um mehr als 80 Prozent verteuerte.

Ein Business-Class-Ticket auf derselben Strecke wurde im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent teurer. Auch ein Economy-Flug von Singapur nach London kostete nahezu das Dreifache.

Dubai und Doha gelten als zentrale Drehkreuze für viele Fernreiseziele wie Thailand, Mauritius oder die Malediven. Reiseveranstalter müssen deshalb neue Flugverbindungen organisieren. "Wir stehen vor der Herausforderung, alternative Flugrouten für unsere Kund:innen zu finden", sagte Ruefa-Geschäftsführer Michele Fanton.

Warnstufe 4 – Umbuchungen kostenlos

Für Reisen in Regionen mit Reisewarnstufe 4 sind Umbuchungen derzeit noch kostenlos möglich. Diese Regelung gilt laut Fanton bis zum 31. März 2026, danach greifen wieder die jeweiligen Bestimmungen der Reiseveranstalter.

Neben Fernreisen sind auch konkrete Ziele in der Golfregion betroffen. So wurden etwa Buchungen für die Osterzeit nach Dubai oder in den Oman teilweise von den Veranstaltern selbst storniert. Ruefa habe entsprechende Reisen in die Golfregion abgesagt und betroffene Gäste auf andere Destinationen umgebucht.

Starke Nachfrage: Dominikanische Republik und Japan

Auch bei TUI Österreich reagieren viele Reisende auf die Situation. Kunden würden ihre geplanten Trips in die Golfregion entweder auf den Herbst verschieben oder alternative Fernreiseziele wählen. "Wir verzeichnen in der Ferne in den vergangenen Tagen eine besonders starke Nachfrage in die Dominikanische Republik und auf kleinem Niveau auch nach Japan", so der Reiseveranstalter.

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