Das Lokal Flamingo im Küstenort Porto Cristo will seine Stammgäste nicht mehr im Regen stehen lassen. Das Familienrestaurant setzt ab sofort auf das Motto: Einheimische vor Touristen. Heuer sind daher 50 bis 60 Prozent der Sitzplätze für Mallorquiner reserviert – damit die Bewohner nicht mehr leer ausgehen, wenn sie spontan essen gehen wollen.
Wirt Jaime Cuadrench Berlinger hat sich zu diesem Schritt entschieden, weil das Restaurant seit fast 40 Jahren vor allem von der lokalen Bevölkerung getragen wird. Er will der Gemeinschaft treu bleiben, auch wenn der Touristenansturm immer stärker wird.
"Feriengäste haben oft bereits drei oder vier Tage im Voraus reserviert", sagt Jaime Cuadrench Berlinger laut "Mallorca Zeitung". Am Ende waren viele Tische schon vergeben, bevor Stammgäste überhaupt eine Chance auf einen Platz hatten.
„Feriengäste haben oft bereits drei oder vier Tage im Voraus reserviert“
Seit der Pandemie ist das Problem noch schlimmer geworden. Dazu kommen die gestiegenen Preise: Familien aus der Gegend, die früher jede Woche essen gingen, gönnen sich das jetzt meist nur noch einmal oder zweimal im Monat. "Wenn sie sich dann dafür entscheiden, sollte auch ein Tisch verfügbar sein", erklärt der Wirt.
Das Restaurant Flamingo liegt an der Costa d'en Blau in Porto Cristo, direkt über dem Strand – und ist laut "Mallorca Zeitung" eines der bekanntesten Lokale im Ort. Besonders beliebt: die Terrasse mit traumhaftem Meerblick. Auf der Speisekarte findest du Klassiker wie gegrilltes Fleisch, Fisch und Paella.