Schnell noch tanken

Ölpreis schießt hoch – jetzt droht Tankstellen-Schock

Der Krieg im Nahen Osten bringt die globalen Energiemärkte massiv unter Druck. Montagmorgen ist der Ölpreis zeitweise um 30 Prozent explodiert.
Team Wirtschaft
09.03.2026, 10:15
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Der Iran-Krieg sorgt weltweit für Turbulenzen an den Finanz- und Energiemärkten. Besonders der Ölpreis ist Montagmorgen durch die Decke gegangen. Zeitweise wurde das Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent für 119,50 Dollar gehandelt, fast 30 Prozent mehr als noch am vorhergehenden Handelstag. Das ist der höchste Stand seit 2022.

Öl wurde in einer Woche um 50 Prozent teurer

Im Laufe des Morgens erholte sich der Ölpreis zwar wieder und sank auf um die 107 US-Dollar je Fass. Damit lag er aber immer noch um mehr als 15 Prozent über Vortag. Unterm Strich ist der Ölpreis (Brent) seit Beginn des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche um knapp 50 Prozent gestiegen.

Bald flächendeckend zwei Euro für den Liter Sprit

Für Autofahrer heißt das: Montagmittag, wenn die nächste, nur einmal täglich erlaubte Preiserhöhung ansteht, könnten die Spritpreise bzw. zumindest der Dieselpreis erstmals seit Jahren flächendeckend die Zwei-Euro-Marke knacken. Heißt: Schnell noch volltanken.

Diesel im Wien, Super in Salzburg am teuersten

Die nüchternen Zahlen: Zuletzt (Stand Sonntag, aktuellste Zahlen von E-Control) wurde der Liter Diesel in Österreich im Mittel um 1,894 Euro gehandelt. Teuerstes Bundesland war dabei Wien mit 1,949 Euro, gefolgt von Salzburg und Vorarlberg mit je 1,939 Euro. Am günstigsten tanke man in der Steiermark mit durchschnittlich 1,873 Euro.

Super konnte im Schnitt um 1,689 Euro je Liter gezapft werden. Am teuersten war hier Salzburg mit 1,789 Euro je Liter, gefolgt von Wien mit 1,749 Euro sowie Tirol und Vorarlberg mit jeweils 1,739 Euro. Am billigsten war Super im Burgenland zu haben, wo Autolenker im Mittel 1,664 Euro zu zahlen hatten.

Börsen in Asien brechen ein

Die Börsen haben am Montag hoch nervös auf den explodierenden Ölpreis reagiert. In Tokio stürzte der Nikkei 225, der Index für die 225 führenden Werte, zeitweise um bis zu acht Prozent ab. Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea, wo die Kurse um knapp sechs Prozent nachgaben.

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