Wer schon einmal mit Low Cost Airlines geflogen ist, kennt das Phänomen: Die Knie stoßen unweigerlich an den Sitz des Vordermannes oder der Vorderfrau. Das will Easyjet jetzt ändern: Künftig sollen neue Flugzeuge - wie der Airbus-A320neo und der Airbus-A321neo - mit speziell entwickelten Sitzen ausgestattet werden, die leichter sind und gleichzeitig mehr Platz bieten.
Durch die neue Economy-Sitzgeneration namens "Kestrel" vom britischen Hersteller Mirus Aircraft Seating sollen Fluggäste eine zusätzliche Beinfreiheit von bis zu fünf Zentimeter erhalten. Möglich macht das ein "ergonomisches Design", das den Raum besser nutzt, ohne dabei den Sitzabstand zu verändern.
Zudem setzt Mirus statt des üblichen Formkunststoffs auf Kohlefaser – das macht die Sitze deutlich dünner und rund 20 Prozent leichter. In größeren Flugzeugen kann das eine Einsparung von bis zu 500 Kilogramm bedeuten. Weniger Gewicht heißt weniger Kerosinverbrauch und damit auch weniger CO2-Ausstoß: Easyjet will damit jährlich mehr als 40.000 Tonnen CO₂ einsparen, heißt es in einer Mitteilung. Auf diese Weise möchte die Fluggesellschaft Klimaziele einhalten.
Bis es so weit ist, wird es allerdings noch dauern: Frühestens 2028 werden die neuen Airbus-A320neo- und Airbus-A321neo-Flugzeuge an Easyjet ausgeliefert. Insgesamt hat die Airline 237 dieser Maschinen bestellt.