Österreich

Ärgernis für Urlauber – Alpenpass bleibt gesperrt

Nach schweren Naturereignissen bleibt die Silvretta-Hochalpenstraße bis 2030 gesperrt – mit weitreichenden Folgen für die gesamte Region.
Heute Life
26.03.2026, 10:41
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Silvretta-Hochalpenstraße, eine der bedeutendsten alpinen Verkehrs- und Tourismusverbindungen zwischen Tirol und Vorarlberg, bleibt voraussichtlich bis zum Jahr 2030 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Grund dafür sind umfangreiche Sicherungs- und Umbauarbeiten infolge schwerer Naturereignisse in den vergangenen Jahren.

Die rund 22 Kilometer lange Straße verbindet Partenen im Montafon mit Galtür im Paznaun und erreicht mit der Bielerhöhe auf 2.037 Metern ihren höchsten Punkt. Sie ist nicht nur eine zentrale touristische Route, sondern auch von erheblicher Bedeutung für den Betrieb regionaler Wasserkraftanlagen.

Naturereignisse als Auslöser

Ausgangspunkt der langfristigen Sperre sind mehrere gravierende Naturereignisse: Im Juli 2024 führten ein Felssturz sowie eine Mure zu massiven Schäden an einem Streckenabschnitt. Weitere Vorfälle im Sommer 2025 verschärften die Lage und machten deutlich, dass punktuelle Reparaturen nicht ausreichen.

Die Straße war seither – abgesehen von kurzen Öffnungsphasen – großteils gesperrt. Die zunehmende Gefährdung durch Steinschlag, Muren und instabile Hänge machte eine grundlegende Neubewertung der Sicherheit erforderlich.

Umfassendes Sanierungskonzept beschlossen

Der Eigentümer, der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw, hat inzwischen ein langfristiges Gesamtkonzept beschlossen. Dieses sieht neben geologischen Analysen auch umfangreiche bauliche Maßnahmen vor, darunter Straßenverlegungen sowie den Bau von Schutzdämmen und Sicherungsanlagen.

Nach Abschluss der Detailplanung soll im Sommer 2026 das behördliche Genehmigungsverfahren starten. Ein Baubeschluss könnte im Frühjahr 2027 erfolgen, gefolgt von drei Bausaisonen bis 2029. Die Wiedereröffnung ist für den Sommer 2030 vorgesehen.

Eine konkrete Kostenschätzung für das Gesamtprojekt liegt derzeit noch nicht vor. Bis 2025 wurden bereits rund acht Millionen Euro in erste Sicherungsmaßnahmen investiert.

Auswirkungen auf Tourismus und Region

Die langjährige Sperre stellt die betroffenen Regionen Montafon und Paznaun vor wirtschaftliche Herausforderungen. Die Straße gilt als wichtige Einnahmequelle für den Tourismus, insbesondere im Sommer. Vertreter der Region sprechen dennoch von einer "klaren Perspektive" durch den nun festgelegten Zeitplan, auch wenn die Situation insgesamt angespannt bleibt.

Als Ausweichlösung bleibt die Vermuntbahn im Sommer in Betrieb, um zumindest von Vorarlberger Seite Zugang zur Bielerhöhe zu ermöglichen. Von Tirol aus soll die Strecke während der Bauphase eingeschränkt und mautfrei zugänglich bleiben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.03.2026, 10:41
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen