2.300 Tote und fast 5.000 Infektionen innerhalb von drei Monaten - das ist die aktuelle Bilanz des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Nach Angaben der Regierung in Kinshasa ist es der schlimmste in der Geschichte des Landes.
Jetzt reagiert auch die EU und stellt Schnelltests im Wert von 2,5 Millionen Euro bereit. Die Tests und die dazugehörigen Instrumente würden der afrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC gespendet, erklärte die EU-Kommission am Dienstag.
EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib betonte, die Tests würden dazu beitragen, "Fälle früher zu erkennen, Patienten schneller medizinisch zu versorgen und eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern".
Ebola ist eine hochansteckende Krankheit, die durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von infizierten Personen übertragen wird. Aktuell breitet sich das Virus rasant aus - das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) sprach letzte Woche von der sich "am schnellsten ausbreitenden Ebola-Epidemie aller Zeiten".
Laut Berechnungen stirbt in der DR Kongo derzeit alle 30 Minuten ein Mensch an Ebola. Erkrankte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall und inneren Blutungen - das führt schließlich zum Versagen lebenswichtiger Organe.
In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.